

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Studentinnen und Studenten, liebe Lehreriinnen und Lehrer, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Fans des jungen schauspiel.
Liebe Theaterverrückte und Neugierige jeden Alters!
Viele Namen springen uns bei den Stücktiteln für den kommenden Spielplan des jungen schauspiels ins Auge: Elvis, Peter Pan, Frankie, Konrad, Kim Novak, Johnny Hübner…
Johnny Hübner rettet lesewütige Kinder vor zu gefährlichen Abenteuern. Da das besser geht, wenn Kinder ihm dabei helfen, kommt er dazu sehr gerne in Schulen und rettet direkt vom Klassenzimmer aus. Elvis ist hier eigentlich »nur« eine innere Kategorie. Peter Pan wieder ist auf der Suche nach einer Mutter und Frankie ein gefährlicher Terrorist mit Charme. Konrad ist ein Kind, das man in einem Versandhaus bestellen kann, und Kim Novak ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame – und der feuchte Traum von Edmond und Erik, den Helden eines Krimis von Håkan Nesser.
Die Geschichten hinter diesen – bis auf eine Ausnahme männlichen – Namen handeln durchaus nicht nur von Jungs oder Männern. Kleine und große Heldinnen oder wilde, liebenswerte, komische und starke Mädchen und Frauen, die zum Beispiel Luise, Olga, Wendy oder Tinkerbell heißen, Judith und Emma, Berti Bartolotti, Mama oder Antje, Klara und Nelly. Sie alle sind mitunter die wichtigeren Figuren auf der Bühne. In unserem Stück für die Kinder ab 4 schließlich geht es um ZWEI MONSTER, die Rot und Blau heißen und bei uns zwei überaus wandlungsfähige Schauspielerinnen sind…
Die erste Premiere der neuen Saison ist eine von fünf Uraufführungen, die wir in dieser Spielzeit auf die Bühne bringen wollen. Das Buch MEIN INNERER ELVIS von Jana Scherer widmet sich einem in der eigenen Wahrnehmung wenig attraktiven Mädchen namens Antje, das nur einen Traum hat: Elvis zu begegnen. Wie zahlreiche treue Fans jeden Alters ist auch Antje davon überzeugt, dass der KING lebt. Auf einer abenteuerlichen Reise von den Niagara-Fällen nach Memphis erlebt sie nicht nur, wozu Eltern (nicht) gut sind, sondern auch, dass jeder eine Stimme in sich trägt, die sexy und wild ist und einem den Weg weisen kann. Der innere Elvis eben.
XY UNGELÖST – JUNGS AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS ist der Arbeitstitel für die Jugendproduktion, die wir einmal nur und ausschließlich den Menschen mit einem XY-Chromosom widmen möchten. Ein Regisseur aus Bremen wird mit Jungs und jungen Männern zwischen 15 und 21 Jahren ein Stück erarbeiten, das nach den Herbstferien Premiere feiern soll. In unserer ausführlichen Ankündigung könnt ihr nachlesen, warum wir uns für solch ein Projekt nur mit Jungs entschieden haben und was wir da probieren werden.
Die Theaterpädagogik bietet darüber hinaus spielwütigen und interessierten Kindern und Jugendlichen so wie LehrerInnen viele tolle Angebote und Erlebnisse rund um das Theater.
Ein absolutes must do für jedes begeisterungsfähige »Keenie« ist schließlich das Projekt NOGOLAB, das mit all seinen Angeboten und Möglichkeiten auf der eigenen Website www.nogolab.de beschrieben wird.
Zudem wird das Deutsche Theater in Göttingen das norddeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival HART AM WIND im Mai 2012 ausrichten, was uns eine besondere Ehre ist.
Alle unsere Stücke sind, wie immer, (mindestens) dreidimensional angelegt und erfordern keine zusätzlichen Hilfsmittel wie 3D-Brillen oder Fernbedienungen.
Neben inszenierten Lesungen im POOLS, exklusiven Treffen und Parties mit unseren SchauspielerInnen im »Actors-studio« gibt es eine »Aufklärungsvorlesungsreihe« für Eltern und ihre wissbegierigen Kinder zu diffizilen Fragen des Lebens (z.B. Piercing, Tattoos, GZSZ, DSDS, GNTM oder etwa die Emo-Kultur). Ab kommender Spielzeit bieten wir im DT-Magazin auch vermehrt Kindern und Jugendlichen sowie StudentInnen eine aktive Mitarbeit und ein Forum. Wir werden hier zudem wichtige Beiträge zum Kinder- und Jugendtheater veröffentlichen.
Wir wünschen euch und uns eine spannende, unterhaltsame und inspirierende Spielzeit 2011 / 2012 und freuen uns auf Begegnungen, Gespräche, Applaus und Kritik!
Das Team des jungen schauspiel am DT