
Christina Friedrich, 1965 in Nordhausen geboren, absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Hydrogeologin. 1990 begann sie mit dem Regiestudium am Institut für Schauspielregie "Ernst Busch" Berlin. 1992 gab sie ihr Debüt als Regisseurin mit der Inszenierung VATERMORD von Arnolt Bronnen am Deutschen Nationaltheater Weimar; es folgte am gleichen Haus MACBETH von William Shakespeare. 1994 erhielt sie ihr Diplom.
Danach wurde sie von Klaus Pierwoß als Hausregisseurin nach Bremen gerufen. Ihre dortigen Inszenierungen wie ENGEL UND AMERIKA, WOYZECK und CLOCKWORK ORANGE bestimmten wesentlich das Profil des Hauses. Zudem arbeitete sie als freie Regisseurin am Schauspiel Bonn, Schauspiel Hannover und dem Maxim Gorki Theater Berlin. Am Staatstheater Mainz inszenierte sie Molière, Lars Noren und Lessing. Eine enge Arbeitsverbindung besteht zu der Bühnenbildnerin Petra Maria Wirth mit der sie für Stücke wie LEONCE UND LENA, GLAUBE LIEBE HOFFNUNG und zuletzt MISS SARA SAMPSON zusammenwirkte.
Neben ihrer Arbeit als Regisseurin, hat sie eine Professur für Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" inne. Unter ihrer künstlerischen Leitung erhielt die Produktion ORESTIE des gesamten Studienjahres Schauspiel und Regie den Bensheimer Theaterpreis, den Preis der Körberstiftung und eine Einladung zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Ferner hat sie an der TU Berlin einen Lehrauftrag für den Masterstudiengang Bühnenbild. Christina Friedrich arbeitet zudem mit der Produktionsfirma "Sabotage" an dem Dokumentarfilm HIGHWAY TO HEAVEN, bei dem sie sich für Buch und Regie verantwortlich zeichnet.
In der Spielzeit 07/08 hat sie in Luzern DER STURM, in Halle/ Saale FIGHT CLUB und am Mozarteum in Salzburg WAS IHR WOLLT inszeniert. Christina Friedrich lebt in Berlin. In Halle hat sie außerdem Charlotte Roches FEUCHTGEBIETE in einer Uraufführung auf die Bühne gebracht.