
Bereits in der Vergangenheit hat das Deutsche Theater in der Veranstaltungsreihe BLIND DATES interessante Locations in der Stadt aufgesucht und dort einmalige Lesungen gezeigt. In der Spielzeit 09/10 wird der LKW einmal im Monat zum Treffpunkt. Von dort aus begibt sich das Publikum auf die Reise in die Stadt. Welche Räume bespielt, erlebt und umfunktioniert werden erfährt man erst, wenn man sich bereits mit der mobilen Bühne verabredet hat.
Termine:
Freitag, 16. April, 20.00 Uhr, Treffpunkt Mobile Bühne/JuzI-Parkplatz
Livedokumentation einer Reise zum Mittelpunkt der Gläser.
Stimmen im Vorfeld sprachen u.a. von : Sonderbar, unbrauchbar, wunderbar ... come in and trink out!
Für Sie an, unter und auf der Bar: Sybille Weiser, Benjamin Berger und Daniel Sellier und, "last but not least", an der Aromaorgel: Helge Koch.
STADT IN ZUKUNFT wünscht gute Unterhaltung und einen vergnüglichen Abend!
Termine:
Donnerstag, 01. April, 22.30 Uhr, Mobile Bühne/JuzI-Parkplatz
Ist es wirklich ein Traum für jedes Kind, in einer Villa Kunterbunt zu leben? Wirken Hochhäuser und Autos für Kinder tatsächlich bedrohlicher als für uns Erwachsene? Ist Umziehen schön oder doof oder beides auf einmal? Was macht den Reiz eines Dachbodens aus? Wieso ist es im Keller gruselig? Kann man in einem großen Zimmer wirklich besser spielen? Was braucht ein Mensch zum Leben, was zum Wohnen? Kann ein Kind auch ohne Eltern leben? Einmal im Monat wird eine Schauspielerin oder ein Schauspieler ausgewählte Geschichten, Ausschnitte aus Büchern, ein Märchen oder eine Erzählung rund um unser Thema vorlesen. Je nach Inhalt des ausgesuchten Textes wird der Anhänger gestaltet, gibt es ein passendes Lebensmittel oder eine nette Dekoration. Lassen Sie sich überraschen!
Termine:
Herr M oder die Sache mit sich selbst von Jule D. Körber
Sonntag, 7. März 2010, 16.00 Uhr, Mobile Bühne/Rathausplatz Bovenden
3 Geschichten vom Kleinsein in einer großen Welt
Sonntag, 11. April 2010, 16.00 Uhr, Mobile Bühne/JuzI-Parkplatz
Der TAUSCHPALAST fordert die Bewohner der Stadt auf, gebrauchte Einrichtungsgegenstände oder neue Einrichtungsideen im Anhänger zu deponieren. Jeder, der etwas da lässt, darf ein Teil oder eine Idee mitnehmen.
Zwei Wochen lang wird die mobile Bühne zu einer Art Gebrauchtmöbel-Haus und fragt: Was will man loswerden und welche Geschichten hängen an diesen Dingen? Welche Einrichtung wünscht man sich und welche Hoffnungen hängen daran? Was der Eine nicht mehr will, sucht der Andere schon sein ganzes Leben lang. Um einander glücklicher zu machen, wird der TAUSCHPALAST eröffnet. Abgegeben und mitgenommen werden kann alles: Fotos, Bücher, Telefone, Stühle, Armbänder, Spiegel, Klaviernoten, Kerzen-ständer, Videos, Mikrowellen, Wellenbrecher, Vorhänge, Schlösser, Lampions, Kommoden, Blockflöten, Grashüpfer, Urlaubsreisen, Geheiminformationen, Hausschuhe, Trommeln, Sekt, Adapter, Muschelketten ...
Mai 2010
Konzept und Ausführung: Karl Miller
Während das Original, ein tonnenschwerer LKW-Anhänger, unterschiedliche Stellplätze im Stadtraum bereist, begibt sich die Ausstellungsreihe UNTER UNS ebenfalls auf die Reise: ein Ausflug in eine Welt, in der Straßenmüll zum Abenteuerland wird. Auf den Maßstab 1:87 verkleinert lässt sich der Miniatur-Anhänger zwischen achtlos weggeschnipsten Zigarettenstummeln und vorbeirauschendem Straßenverkehr für einen kurzen Moment nieder.
UNTER UNS reflektiert den Humor und die Tragödie unserer urbanen Realität. Es zeigt uns die verschiedenen Stadtteile unter der Lupe. Es spiegelt zauberhafte und aufregende ebenso wie dreckige und abweisende Orte wider, indem es das Vergessene, Übersehene und Unbeachtete mit einem unerwarteten Blick präsentiert. UNTER UNS zeigt anregende Bilder unseres Heimatreviers und öffnet Landschaften, die die Ängste und Irritationen thematisieren, sich in einer unendlich großen Welt sehr klein zu fühlen – Theater in kleinem Maße!
Oktober 1009 bis Juni 2010 - zu sehen in der Mobilen Bühne
Workshop 1: Bühnenbild meines Lebens
Ein Bühnenbild-Workshop mit Jugendlichen
Das Leben ist ein Film. Oder ein Theaterstück. Immer wieder beobachten wir uns in alltäglichen oder außergewöhnlichen Situationen als Zuschauer unserer selbst. Wir entwerfen Dramaturgien für unser weiteres Leben, kostümieren, schminken uns und proben gelungene Auftritte und Abgänge. Und zu allem läuft auf unserem MP3-Player der Soundtrack unseres Lebens. Aber wie sähe das Bühnenbild unseres Lebens aus? Was sind die wichtigen Orte, die Hauptschauplätze unseres persönlichen Dramas? Wäre es ein abstrakter oder ein naturalistischer, ein düsterer, karger oder überladener Bühnenraum? Die Verdichtung in einem Bühnenbild erfordert ein hohes Maß an Reflexion über die Räume und Orte, in denen wir uns und die uns bewegen. Gemeinsam mit einem/einer BühnenbildnerIn werden wir Station an der IGS Göttingen und an der Haupt- und Realschule Bovenden machen und in einem Workshop mit SchülerInnen Grundlagen der Bühnenbildgestaltung erarbeiten. In einem zweiten Schritt sind dann alle SchülerInnen eingeladen, das Bühnenbild ihres Lebens zu entwerfen, sich auszutauschen und die angefertigten Modelle auszustellen.
Projektleitung: Mirko Schombert, Steffen Mutschler
www.szenenbilder.com
Januar 2010, IGS Göttingen
Februar 2010, Haupt- und Realschule Bovenden
Workshop 2: Was muss ein Haus können?
Architektur-Workshop mit GrundschülerInnen
Ein Haus zu bauen ist einfach. Man braucht im Normalfall vier Wände, ein Dach, vielleicht noch einige Fenster und Türen. Obwohl einige Details mehr auch nicht schaden können. Doch was sind diese Details? Worauf gilt es zu achten, wenn ein Haus gebaut wird? Was muss ein Haus können? Diese Frage wird der Architekt Bernd Knappe wahrscheinlich anders beantworten als die GrundschülerInnen der Albani-Schule, mit denen er einen Workshop zu dieser Frage durchführen wird. Sehr spielerisch werden sich die Kinder mit wichtigen Aspekten des Hausbaus beschäftigen. Was ist Statik und wofür braucht man so was eigentlich? Wie baue ich energieeffizient und warum ist das für mich wichtig? Und was ist auf der anderen Seite für die SchülerInnen von Bedeutung? Könnte man nicht zum Beispiel eine Rutsche vom Dach bis in den Keller einbauen? Oder eine Strickleiter an der Außenfassade, einen Trampolin-Fußboden? Der Phantasie sind architektonische Grenzen gesetzt. Aber diese kennen zu lernen und auszureizen ist das Ziel dieses Workshops.
Projektleitung: Bernd Knappe, Mirko Schombert
Mai 2010, Albanischule Göttingen