ZIRKUS ein dokumentarisches Kunst-Stück

von werkgruppe2

»Die bunte Zirkuswelt ist nicht nur so eine Glitzersache, da gehört viel, viel mehr dazu…« Basierend auf Interviews mit Zirkusfamilien aus ganz Deutschland, blicken wir hinter die Kulissen der Manege und sehen ein Leben voll harter Arbeit, mangelnder sozialer Fürsorge, steter finanzieller Sorgen und das Ringen um die Gunst des Publikums. Die Zirkusmenschen existieren mitten unter uns als eine geschlossene Gruppe, die wir kaum kennen, die sich abschotten und die ihre Lebensaufgabe darin sehen, uns – das Publikum – zu beglücken. Aber um welchen Preis geschieht dies? Und warum ist der Zirkus wichtig für unsere Gesellschaft? Ein Theaterprojekt über die utopischen Momente der Schwerelosigkeit und die versuchsweise Neuordnung der Welt mit Leib und Leben.

In Kooperation mit dem DT in Göttingen, der Kunsthalle Wien und der Saline Luisenhall

Inszenierung > Julia Roesler Musik > Insa Rudolph Ausstattung > Nicola Antonia Schmid Dramaturgie > Silke Merzhäuser
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"Das Stück „Zirkus“ zeigt eine Welt, die normale Leute eigentlich nur von außen kennen. Die Seite, die bunt ist und glitzert, in der wagemutige Artisten hoch über den Köpfen der Zuschauer atemberaubende Kunststücke aufführen. Doch dahinter steckt jede Menge Arbeit, ein ständiges Leben auf der Straße, Kinder die nie wirklich zur Schule gehen und die Angst, dass es irgendwann einfach nicht mehr reicht […]"

"Das Stück rührt an, ist sehr komisch, oft melancholisch und meistens auch ziemlich skurril. In einem sind sich Zirkusleute und Theatermacher übrigens ähnlich: Sie alle kämpfen um die Gunst des Publikums. Das ließ mit minutenlangen Standing Ovations bei dieser Premiere keinen Zweifel daran, wem sie gehört."

NDR Kultur

"Das Stück lebt dabei von einem fantastisch inszenierten Wechsel zwischen Witz und Verletzlichkeit, etwa wenn beim Frühstück aus einem Ei plötzlich ein Elefant schlüpft und im nächsten Moment ein Mitglied der Zirkusfamilie von seiner Angst vor den riesigen Tieren berichtet.[…] Und dann ist da die Musik. Mal behutsam, mal unangenehm laut umspielt sie die Erzählungen der Schauspieler und schafft dabei stets die passende Atmosphäre, sei es durch Gesang (großartig: Insa Rudolph) oder den dünnen Klang einer Säge. Sie öffnet die Augen für das Seelenleben der Zirkusmenschen, die ernüchtert sind von der Härte des Lebens und dennoch nicht aufhören zu träumen: Vom Applaus, der Bewunderung, der eigenen Unsterblichkeit."

"Standing Ovations für eine herausragende Inszenierung."

HNA

"Wieder hat Julia Roesler vor allem recherchiert, hat authentische Geschichten von Zirkusmenschen zusammengetragen und montiert; deren Stolz und deren Melancholie prägen diese kleine Theater-Fantasie ähnlich stark wie, natürlich, die Musik nach Zirkus-Art"

"Die Göttinger Inszenierung erzählt in den Geschichten aus dem wenig glamourösen Alltag natürlich auch vom chronisch schlechten Ruf des "fahrenden Volks" und streift Themen wie den seit einiger Zeit latenten Streit mit fundamentalistischen Tierschützern; und doch sucht sie immer vor allem den magischen Moment, auch im tristesten Alltag, mit nicht viel mehr als Nichts und kleinen Tricks, Kostümen und einem Wohnwagen. (...) Manchmal ist sie diesem Zauber sogar wirklich auf der Spur."

DLF

"Das faszinierende am Zirkus ist, dass es immer nur um das Hier und Jetzt geht, und erst wenn alles andere vergessen ist und die Zuschauer in den Bann gezogen sind, ist das Ziel der Zirkusleute erreicht. Dieses Ziel erreichen definitiv auch die Darsteller an diesem Abend. Spätestens nach dem Plädoyer, Zirkus als Kultur anzuerkennen, haben sie das Publikum verzaubert und so einen Ausflug in die – zumindest nach außen – glitzernde Zirkuswelt ermöglicht.
Nicht enden wollender Applaus am Schluss."

GT