

von Nick Hornby
NIPPLE JESUS ist eine Geschichte über Kunst und Kommunikation – über Auf- und Absicht, das Verstehen von Kunst und den subjektiven Blick, den wir pflegen müssen.
Hier ist ihr Platz, sagte sie. Passen sie auf. Wir rechnen mit massiven Problemen. Und dann ging sie.
Gute Kunst will bewacht sein, vor allem wenn sie so skandalträchtig ist wie die pornographische Darstellung des zentralen christlichen Motivs. „Nipple Jesus“ heißt das Kunstwerk, das David, ehemaliger Rausschmeißer eines Clubs, bewachen soll.
Es ist mit Abstand betrachtet eine ganz normale Abbildung eines Kruzifixes – aus der Nähe eine Collage, zusammengesetzt aus Brustwarzen, herausgeschnitten aus Pornoheften. Für David ein schmutziger Job.
Nach einer persönlichen Begegnung mit der Künstlerin verteidigt er ihr skandalöses Kunstwerk. Er wird zu dessen Anwalt, sowohl gegen das Urteil seiner Frau, wie auch gegen die Hetzkampagne von Politik, Medien und religiösen Fundamentalisten. David sieht seine Aufgabe darin, das Kunstwerk vor seinen Angreifern zu schützen und die Betrachter vor näherem Hinsehen zu bewahren. Unwissend ist er jedoch dem vernichtenden Konzept der Künstlerin ausgeliefert, dem auch das Kunstwerk zum Opfer fallen wird.
Eine hintergründige Installation mit einem Hermann Book, der zeigt, dass große Komik aus großem Ernst entsteht.
Hamburger Abendblatt
Mit Hermann Book (Hamburger Schauspielhaus)
Regie Konradin Kunze
Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen
Telefon: 0551 400 24 86
Telefax: 0551 400 27 43
Website: www.goettingen.de/kultur
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