

Aus den Tagebüchern von Victor Klemperer
Die Tagebücher des Romanisten Victor Klemperer (1881–1960) faszinierten seit ihrer posthumen Veröffentlichung im Jahre 1995 trotz oder gerade wegen der peniblen Alltagsbeschreibungen viele Leser. In „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ (1933–1945) und „So sitze ich denn zwischen allen Stühlen“ (1946–1959) erzählt sich die Geschichte des Dritten Reichs und der deutschen Nachkriegszeit im geteilten Deutschland aus einer sehr persönlichen Perspektive. Bei der Bearbeitung der Tagebücher für die Bühne (Fassung: Katrin Kazubko) stand von vornherein das Interesse an dem Menschen Victor Klemperer im Mittelpunkt. Der Monolog reißt den Zuschauer hinein in den wechselhaften Strom eines Lebens, das auch ganz anders hätte verlaufen können, wenn Klemperer nicht aus Liebe zu Deutschland und aus Angst vor der Fremde geblieben wäre.
In dem Monolog GEHEN - BLEIBEN geht es um mehr als um ein Zeugnis deutscher Vergangenheit. Es geht um die Frage nach Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung des Menschen: Schicksal, Zufall, Entscheidung? Gehen oder Bleiben?
In Substanz und subtiler Zurücknahme ein großer Auftritt.
Hamburger Abendblatt
Mit Michael Prelle (Schauspielhaus Hamburg)
Regie Martin Oelbermann
Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen
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Website: www.goettingen.de/kultur
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