Schöllkopfsturz HerzBaracke

Ein Stück Burger. Gastspiel von werkstatt f.05

Am Samstag, 20. März 2010, lädt der Schauspieler Florian Eppinger zu einem Theaterabend in die Schlosserei des DT: Mit SCHÖLLKOPFSTURZ erinnert er an den Schweizer Schriftsteller Hermann Burger, der sich 1989 das Leben nahm.

Begleitet von dem Musiker Fred Kerkmann, wird der ungewöhnliche Ort Schauplatz für Burgers bekanntesten und kuriosesten Roman DIE KÜNSTLICHE MUTTER. In einer gelungenen Mischung aus Spiel, Rezitation und Musik wird die in dem Roman erzählte Geschichte des Privatdozenten Schöllkopf lebendig:

Wolfram Schöllkopf, Privatdozent für deutsche Literatur und Glaziologie, geht es schlecht. Seit langem ist er für die herkömmliche Medizin unheilbar krank. Als ihm auch noch der Lehrauftrag an der ETH Zürich entzogen wird, will er sich zu Tode stürzen; ein heftiger Angina-pectoris-Anfall hindert ihn aber daran. Der Privatdozent Wolfram Schöllkopf muss lernen, in ureigener Sache zu sprechen, die starre Festung seines Ichs aufzusprengen.

Befragt vom Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, was sein größtes Unglück sei, antwortete Burger: „Eine moderne Zivilisationskrankheit: die Depression“. So könnte auch jede seiner Figuren antworten. Es sind, wie er selber, Sorgenkinder des Lebens, wunderliche und nicht ganz seriöse Individuen, einsame und egozentrische Existenzen. Ob sie es wollen oder nicht - diese Außenseiter der Gesellschaft agieren stets in einem isolierten Bereich. Sie haben kein Gegenüber, keinen Partner, sie sind zu einem monologischen Dasein verurteilt. (Marcel Reich-Ranicki)

Mit Florian Eppinger, Fred Kerkmann

Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger Florian Eppinger
Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger
Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger Florian Eppinger
Florian Eppinger Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger
Florian Eppinger, Fred Kerkmann Florian Eppinger
Bitte klicken Sie auf eines der Bilder, um eine größere Version zu sehen.

Veranstalter:

Deutsches Theater in Göttingen
Telefon: (05 51) 49 69 -0
Telefax: (05 51) 49 69 -82
Website: http://www.dt-goettingen.de/
AGB