

Buch und Texte von Gerome Ragni und James Rado | Musik von Galt MacDermot
Walking in space
Die New York Times schrieb 1967 über die erste Off-Broadway-Produktion von HAIR: Wenn es eine Geschichte hätte – und um ehrlich zu sein, es hat keine – dann ginge die Geschichte um die jungen, desillusionierten, vom Haschisch angetörnten, von der Einberufung abgestellten Lebenden und Liebenden, die neuen Produkte des Wohlstands, die enteigneten Dropouts. Darum also ginge es, wenn HAIR eine Geschichte hätte.
Tatsächlich zeichnet HAIR das Porträt einer Generation, die versucht, die Versprechen der Freiheit einzulösen und dabei mit herrschenden Verhältnissen konfrontiert wird, in denen Freiheit zwar etwas ist, für das es sich zu sterben lohnt, das man aber um
Gottes Willen niemals versuchen sollte zu leben. Der Text und die Struktur von HAIR war zu seiner Zeit etwas völlig neues. So hauchte die Energie der Hippies der alten Form des Musicals neues Leben ein und war trotz seiner experimentellen und vollkommen freien Form ein gigantischer Erfolg am Broadway der ausgehenden sechziger Jahre. Ein paar der Songs wurden direkt von der Bühne herunter zu echten Welthits, die auch heute noch so mitreißen können wie bei der Premiere.
Das Ensemble des Deutschen Theater Göttingen taucht tief ein in die Zeit, als der Vietnamkrieg die Schlagzeilen beherrschte. Es spürt den ursprünglichen Texten von Jerome Ragni und James Rado und den originalen Arrangements der Songs von Galt MacDermot nach und nimmt HAIR ernst als den großartigen Gesang einer Generation, die angetreten ist, die Welt besser zu machen, und der das tatsächlich, wenn wir ehrlich sind, auch ein bisschen gelungen ist.
Premiere: 3. November 2012
"prächtige, bis ins Detail genaue 'Flower-Power-Kostüme' (Ilka Kops), eine vorzügliche Choreografie (Ayman Harper) (...) und eine brillante Band."
"Zurmühle hat das Spektakel mit sicherer Hand und großem Gespür für Raum und Bilder organisiert. (...) Die Theaterband um den musikalischen Leiter Albrecht Ziepert rockt, bis die Gitarrensaiten qualmen und das glänzende Ensemble (...) singt beeindruckend stark (...)"
"Ein ganz starker Abend"
„Standing ovations: Die Songs und die Geschichte um Hippies, Drogen, Flower-Power und den Vietnam-Krieg haben das Publikum mitgerissen.“
„Kein anderes Theaterstück beschreibt das Lebensgefühl der Hippie-Generation während des Vietnam-Krieges so bunt wie HAIR. In der Inszenierung im Deutschen Theater wird deren Auflehnung gegen das Establishment mit Witz, Fantasie und einem ausdrucksstarken Spiel des gesamten Ensembles auf die Bühne gebracht. Die großartigen Tanzchoreographien und Ohrwurmsongs wie AQUARIUS oder LET THE SUNSHINE IN tun ihr Übriges, um das Publikum zu begeistern und auf eine spannende Reise in die 60er Jahre zu entführen, in denen eine geschockte Jugend ihr rebellisches Potenzial entdeckte und nicht länger bei einem Krieg mitmachen wollte, für den es keine Rechtfertigung gab.“
„Grandios spielt die Band unter der Musikalischen Leitung von Albrecht Ziepert“
„musikalisch herausragender Abend“
„atemberaubend gute Choreographie von Ayman Harper“