

Göttinger Bürger spielen die Rolle ihres Lebens (und zeigen ein Stück davon)
Sie hören von uns.
Stell dir vor, du stellst dich vor. Was machst du? Vielleicht gehst du shoppen und suchst dir ein angemessenes Outfit aus, vielleicht stöberst du im Fundus eines Theaters nach DEM Anzug, DEM Kleid für dich. Oder du wählst deine Lieblingsklamotte aus dem eigenen Schrank, ein Kleidungsstück, das ganz und gar DICH erkennen lässt, und sei es die Jogginghose, das Faschingskostüm vom letzten Jahr oder dein Badeanzug. Diesmal möchtest du auf keinen Fall verkannt und du möchtest auch nicht bekannt werden. Aber du möchtest erkannt werden und dich zu erkennen geben! Dieser Moment soll dir gehören, es ist die Chance, deinem Wünschen und Sosein eine Bühne zu geben, jetzt. Diesmal wirst du nicht so tun als ob, es sei denn das machst du immer, weil es eben deine Art ist. Diesmal spielst du die Rolle deines Lebens: zum Beispiel dich selbst.
20 Bürgerinnen und Bürger zwischen 10 und 78 Jahren bewerben sich in einem Vorsprechen um einen Platz in einem Projekt am Deutschen Theater für die ganz große Bühne. Wer weiß, vielleicht werden sie ja so genommen wie sie (gekommen) sind? Der Moment der Bewerbung, des Vorsprechens verdichtet sich zu einem Abend mit der Frage nach der Bedeutung des Einzelnen.
Premiere: 16. März 2013
"Mit viel Mensch und viel Herz inszenierten der Regisseur Martin Thamm und Dramaturgin Nicola Bongard das Stück der sogenannten Bürgerbühne."
"Die Darsteller achten auf ihre Mitspieler und agieren gut zusammen. Die erste Bürgerbühne überzeugt."
"Fesselnd, Witzig und abwechslungsreich mit vielen Anregungen zum Nachdenken"
"(...) 21 Laienschauspieler zwischen zehn und 78 Jahren [offenbarten] ihre Ansichten und wichtige, private Ereignisse bis hin zum Seelenstriptease und schafften es, das Publikum für ihr Leben und ihre Anliegen zu interessieren."
"Die Grenzen zwischen den realen Darstellern und ihren Bühnenfiguren , zwischen Ernst, Spaß und Ironie blieben in vielen Sequenzen fließend. Das war einer der spannensten Aspekte der abwechslungsreichen Collage, die von den (Selbst-)Darstellern selbst erarbeitet wurde."