Der Preis ist life

Ein DreiGenerationenProjekt

Das Publikum ist tot – frisch verstorben. Sie alle sind zu Gast in der buchstäblich ultimativen Spielshow DER PREIS IST LIFE, um ihre letzte Chance zu nutzen. Drei ausgewählte Kandidaten kämpfen um den Hauptpreis: Eine niegelnagelneue Wiedergeburt. Ein narzisstischer Moderator und seine aufstrebende Assistentin jagen drei gescheiterte Seelen in aberwitzigen Spielrunden durch ihren persönlichen Lebensrückblick. Wer hatte das aufregendste, erfüllteste, vielleicht auch bemitleidenswerteste und quotenträchtigste Leben? Das Publikum bewertet, vergibt Punkte und spielt Schicksal. So verläuft jeder Abend anders, aber immer schrill, bunt und ... lebendig.

Die Mitwirkenden des DreiGenerationenProjekts sind zwischen 16 und 73 Jahren alt und haben DER PREIS IST LIFE seit September 2008 in wöchentlichen Proben selbst erarbeitet.

Leitung Mirko Schombert; mit Gaby Albrecht, Corinna Behne, Doris Burgmann, Siobhan Gahan, Willa Gehlen, Andreas Handschuck, Katharina Huene, Jost Lömpcke, Monika Meyer-Lohmann, Harry Otte, Kai Padberg, Brigitta Queißer-Westermann, Hans Riebensahm, Hannah Rudolph, Nelly Sauter, Claudia Sundrum, Peter ter Meulen, Louisa Well, Isabelle Windhorst, Catrin Yassini

Premiere: 8. Mai 2009

Andreas Handschuck, Nelly Sauter, Louisa Well, Kai Padberg, Jost Lömpcke, Hannah Rudolph, Gaby Albrecht, Harry Otte Claudia Sundrum, Katharina Huene, Jost Lömpcke, Kai Padberg, Isabelle Windhorst Andreas Handschuck, Gaby Albrecht, Harry Otte, Nelly Sauter, Catrin Yassini
Louisa Well, Doris Burgmann, Katharina Huene, Willa Gehlen, Andreas Handschuck, Gaby Albrecht, Nelly Sauter, Harry Otte, Catrin Yassini Katharina Huene, Siobhan Gahan, Corinna Behne, Louisa Well, Jost Lömpcke, im Hintergrund: Andreas Handschuck, Nelly Sauter Andreas Handschuck, Harry Otte
Nelly Sauter, Gaby Albrecht, Andreas Handschuck Nelly Sauter, Andreas Handschuck, Gaby Albrecht, Harry Otte, Catrin Yassini Doris Burgmann, Harry Otte, Corinna Behne, Kai Padberg, im Vordergrund: Isabelle Windhorst
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Stückzettel DER PREIS IST LIFE Internet
Stückzettel DER PREIS IST LIFE Internet

Das Fegefeuer zeigt sich in Form einer Quiz-Show von einer sehr hässlichen Seite: Schrille, narzisstische Moderatoren, hektische Bühnentechniker, eine verzweifelte Putzfrau und ein überdrehter Warm-Upper empfangen die Zuschauer. Drei gescheiterte Seelen werden auserkoren, dem Schicksal ein Schnäppchen zu schlagen und um ihr Leben zu spielen.

Los geht’s mit einer Variante von „1,2 oder 3“. Geraten werden muss jeweils der Grund des Ablebens. Die lebenslustige Alwine (sympathisch verkörpert von Gaby Albrecht) hat einen Frosch von der Straße gerettet und ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Der schüchterne Brad (zaghaft bis manisch variiert von Harry Otte) wurde vom Klavier erschlagen. Und Tamara (eine wunderbar abgeklärte Catrin Yassini) ist das Opfer der Kettensäge einer eifersüchtigen Ehefrau.

Die Lebensgeschichten der drei Kandidaten werden in kurzen Episoden vom restlichen Ensemble des DreiGenerationenProjektes gespielt. Die Freizeitschauspieler sind teilweise sehr professionell (klasse Gesangseinlagen unter anderem von Louisa Well und Jost Lömpcke) … Am Ende gibt es einen Gewinner und eine Überraschung.

Göttinger Tageblatt

Im Mittelpunkt von DER PREIS IST LIFE standen drei Kandidaten und ein Moderatorenpärchen. (…) „Wer gewinnen wird, wussten wir selbst nicht“, sagt Darsteller Otte. Das entschied das Publikum im vollbesetzten Studio mit Hilfe von gelben, roten und blauen Stimmkarten. (…).

Mit seinem eingezogenen Kopf, seinem schüchternen Winken und der verängstigten Stimme gab er [Harry Otte] eine überzeugende Vorstellung ab. Seine Mitspieler standen ihm aber nicht nach. Die Zuschauer jedenfalls waren von dem Gemeinschaftsprodukt begeistert.

Hessische / Niedersächsische Allgemeine

In ihrer 90 Minuten plus Überziehungszeit währenden Show wachsen zwanzig Göttinger im selbstironischen Spiel (…) Man spürt, dass viele persönliche Geschichten verarbeitet werden. (…) Man ist gerührt, gespannt, verblüfft und häufig im besten Sinne belustigt.

Der hier das Kunststück fertig bringt, aus einer heterogenen Menge ein Team zu formen, dessen Mitglieder – ausnahmslos engagiert, aber nicht überambitioniert, emphatisch aber zeigefingerlos – aus verschiedensten Lebensentwürfen ein Kaleidoskop vom (misslingendem) Zusammenleben bespielen, heißt Mirko Schombert.

Dem Theaterpädagogen am DT gelingt überdies, woran sich mancher auf Guckkasten geschulte Schauspieler angewiesene zeitgenössische Regisseur die Zähne ausbeißt: Dass die Darsteller in ihrer bewundernswerten Präsenz zugleich eine Rollendistanz halten, die den Zuschauer unterschwellig stets mit Fragen nach Authentizität und Wirklichkeit konfrontiert. Großes Kompliment an das gemeinsame Ensemble!

(K)ulturmagazin Kassel