

von Ingrid Lausund. Eine Koproduktion mit Theater M21, in Kooperation mit dem Goethe-Institut
zuhause sitzen, heimweh haben/einfach völlig ratlos sein
Das freie Theater M21 zeigt im Rahmen eines ebenso theatralen wie prosaischen Spaziergangs zu vier verschiedenen Lebensräumen Monologe für (Ihr, unser, euer) ZUHAUSE. Tragikomische Kurzgeschichten über skurrile, vereinsamte und verunsicherte Zeitgenossen, die in ihren häuslichen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit sich und ihrer unmittelbaren Umgebung ausfechten. Fünf Episoden über Zeitgenossen und ihre Einrichtungsversuche. Mint und Hellblau gegen ein bedrohliches Außen, Gemütlichkeitsrituale gegen Panikattacken, die perfekt geputzte Küche als pseudosakraler Raum. Ein kleiner Marathon über wackelige Lebensfundamente und sanierungsbedürftige Innenräume. Emotionale Rohrbrüche vorprogrammiert.
Ingrid Lausund gehört mit ihren Stücken (HYSTERIKON, BANDSCHEIBENVORFALL, DER WEG ZUM GLÜCK u.a.) zu den meistgespielten GegenwartsautorInnen. Die in dem Band BIN NEBENAN versammelten Monologe über das Unbehaustsein in modernen Zeiten lesen sich wie Kurzgeschichten und drängen gleichzeitig vehement auf die Bühne.
Das Theater M21 wird mit vier SchauspielerInnen Göttinger Räume auf ganz intime Weise erobern. Dabei wird es Pointen am Rande des Nervenzusammenbruchs und Nachdenkliches zwischen Messer und Gabel geben. Wie die Suche nach der letzten Ruhe auch auf einem Friedhof in Unzufriedenheit noch unterm Stein münden kann, wie der Originalitätsanspruch selbst als der universeller Werbetrick entlarvt wird und ein schöner Tisch manchmal mehr wert ist als die Würde in einer Beziehung, wird in ZUHAUSE komisch wie nachdenklich vorgeführt.
Gefördert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes, durch die Stiftung Niedersachsen, die Göttinger Kulturstiftung und ZUFALL logistics group.
Premiere: 15. Mai 2010