9+ Tintenblut

von Cornelia Funke

Das Familienstück zur Weihnachtszeit!

Ging es in dem ersten Buch der so genannten TINTENHERZ-TRILOGIE noch um den bösen Capricorn und seine Machenschaften, um die Entführung der 12jährigen Meggie und ihres Vaters Mo, auch Zauberzunge genannt, führt uns nun TINTENBLUT hinein in das Innenleben des phantastischen Buches Tintenherz. Wir begegnen Menschen beziehungsweise Romanfiguren namens Staubfinger und Natternkopf, Farid und Orpheus. Feen und Kobolde tummeln sich in der ganz und gar nicht ungefährlichen Welt.

In TINTENBLUT werden wir und die 12-jährige Heldin Meggie in eine Welt voller Magie, fantastischer Wesen, grausamer Tyrannen und vogelfreier Spielleute entführt. Aber auch hier regiert nicht nur das Gute und manch spannendes Abenteuer trägt uns über die Grenzen unserer Realität hinaus …

Premiere: 31. Oktober 2009

Inszenierung > Joachim von Burchard Musikalische Leitung > Jan Exner Dramaturgie > Nicola Bongard Ausstattung > Jeannine Simon Musiker > Jan Exner / Lorenz Liebold
Anna-Katharina Philippi, Imme Beccard Gaby Dey, Stefan Lange, Anna-Katharina Philippi, Ronny Thalmeyer Anna-Katharina Philippi (im Vordergrund), Gaby Dey, Stefan Lange, Karl Miller, Jan Exner, Lorenz Liebold, Dominik Bliefert
Jan Exner, Imme Beccard, Stefan Lange Imme Beccard, Lorenz Liebold Imme Beccard, Daniel Sellier, Gaby Dey
Imme Beccard, Gaby Dey Dominik Bliefert, Anna-Katharina Philippi, Karl Miller, Imme Beccard, Stefan Lange, Jan Exner, Daniel Sellier Imme Beccard, Stefan Lange, Jan Exner, Daniel Sellier
Jan Exner, Ronny Thalmeyer Ronny Thalmeyer, Jan Exner Stefan Lange
Gaby Dey, Stefan Lange, Ronny Thalmeyer, Anna-Katharina Philippi
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Stückzettel TINTENBLUT Internet.pdf
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Tintenblut

Mortimer (Mo) > Stefan Lange Resa/Violante > Gaby Dey Fenoglio > Karl Miller Meggie > Anna-Katharina Philippi Staubfinger > Lorenz Liebold Farid > Dominik Bliefert Elinor/Roxane > Imme Beccard Flachnase/Cosimo > Jan Exner Natternkopf > Ronny Thalmeyer Orpheus/Rußvogel > Daniel Sellier

Im Mittelpunkt der Tinten-Bücher steht die Gabe von Meggie (Anna-Katharina Philippi) und ihrem Vater Mo (Stefan Lange), Figuren aus Büchern in die reale Welt lesen zu können.

Joachim von Burchard inszenierte schon im Vorjahr den ersten Teil TINTENHERZ. Die Fortsetzung überzeugt durch die facettenreich gestalteten und hervorragend besetzten Charaktere. So etwa Karl Miller als der schlaksige Autor Fenoglio, der die Tintenwelt erschuf. Ob witzig als Tanzbär verkleidet mit Moonwalk-Einlage oder als Schreiberlang mit wirrem, grauen Haar wird er zu einem zentralen Charakter des Stücks. So steht in Tintenblut der Spielraum des Autors im Mittelpunkt der Handlung. Fenoglio hatte sich in seine Märchenwelt geflüchtet, doch seitdem er sein eigenes Buch bewohnt, läuft die Geschichte aus dem Ruder. So bringt Bösewicht Flachnase (Jan Exner) eine Pistole aus der Realität mit und übernimmt mit dem herrschsüchtigen Natternkopf (Ronny Thalmeyer) die Macht.

Diese Fantasy-Handlung hat erneut Jeannine Simon ausgestattet. Das Bühnenbild wechselt über Seilwinden durch hinuntersausende, mit Büchern bedruckte Vorhänge zwischen den Welten. So gelingen rasante Übergänge zwischen Szenerien, die das mehr als eineinhalb Stunden lange Stück auch für Kinder schnell vergehen lassen.

HNA

Ausstatterin Jeannine Simon [hat] eine bemerkenswerte bildstarke Bühne entworfen. Für die Bibliothek von Tante Elinor, einer handfesten älteren Dame, fahren die Bildwände voller Bücher von oben auf die Bühne. Werden sie hochgezogen, geben sie den Blick frei auf den verwunschenen Wald, in dem sich das wilde Leben des Buches abspielt. (...)

Mal ist es Meggie, die Anna-Katharina Philippi wieder ganz zauberhaft spielt - vor allem in den Augenblicken nach ihrem ersten Kuss. Mal dominiert Staubfinger (Lorenz Liebold) die Szene, dann wieder treibt Tante Elinor (herrlich schräg und kraftvoll: Imme Beccard) die Handlung voran. Wirkungsvoll gibt Ronny Thalmeyer den Bösewicht Natternkopf. (...) Schön aber, dass Jan Exner als Flachnase wieder dabei ist. Er spielt nicht nur diesen lispelnden Rüpel, er hat auch die Musik beigesteuert, die immer wieder die Atmosphäre trägt.

Es wird geschossen auf der Bühne, Pistolen knallen. Flammen lodern und jemand kracht aus luftiger Höhe auf die Bühnenbretter; alles im kindgerechten Rahmen (ab neun Jahren).

Göttinger Tageblatt

Die Bühne des Jungen Schauspiels am Deutschen Theater in Göttingen ist mit zahlreichen Kisten, Heizkörpern und einer Toilette ausgestattet. Für ein gutes Stück braucht es eben keine aufwendige Kulisse, sondern vor allem talentierte Schauspieler. (...)

Neben den Hauptdarstellern [Anne Eigner, Stella Hinrichs, Severin Senge] sind Christopher Dübner, Marie Kollender, Britta Nienke und Laura Hildebrandt zu sehen. (...) Ihre Darbietung wirkt aber nicht nur aufgrund ihres Alters sehr authentisch und natürlich. Ihre schauspielerische Leistung - die Mehrzahl hatte bereits zuvor einige Schauspielerfahrungen - überzeugt. Vor allem Anne Eigner glänzt in ihrer Figur und bringt den Zuschauern die chaotische Gefühlswelt eines jungen Mädchens näher.

Göttinger Tageblatt