
von Michi Herl
Als Gastwirtssohn aus dem Sauerland und begnadeter Hobbykoch steckt Dr. Kögel in einer tiefen Lebenskrise. Kein Job, keine Frau, kein Elternhaus – und nun hat ihn das Arbeitsamt auch noch zur Firma Schnell & Lecker geschickt. Ausgerechnet Schnell & Lecker, ein Hersteller von Fast Food und Fertigprodukten! Kögel hat keine Wahl, er muss dorthin. Seine Aufgabe: Er soll einem „ausgewählten Testpublikum“ demonstrieren, wie mühsam und ungesund die herkömmliche Küche ist – und wie bequem, nahrhaft und zeitsparend das alles doch mit den Produkten von Schnell & Lecker zu machen sei.
WER KOCHT, SCHIESST NICHT ist ein Muss für Gourmets und für Gourmands, für Hobby- und Profiköche, für Feinkostler, Metzger und Vegetarier. Eine gnadenlose Abrechnung mit allem, was mit Fast Food, Convenience-Produkten und Kochen ohne Zeit und Muße zu tun hat; gleichzeitig eine sensibel-sarkastische Beschreibung des Wahns um Kochen, Essen, Trinken, Denken und Handeln in modernen Zeiten. Dr. Kögels Fazit: Man kann’s auch übertreiben. Philosophischer ausgedrückt: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin – und welcher Wein passt am besten dazu?
Premiere Herbst 2010
Ein musikalischer Abend mit Liedern und Texten von Kurt Tucholsky
Ein Pianist und ein Schauspieler schreiten mit der Trauerversammlung über den Friedhof. Dabei treffen sie längst tot Geglaubtes und Unvergängliches: das Grammophon, den alten Klapperkasten, Herrn Wendriner, Anna-Luise, Tamerlan, Parc Monceau, die alten Huren, die Richter, die Offiziere, die Beamten, die Kommunisten, die Nazis, die Katholiken, die freien Wirtschaftler, die Arbeiter, die Arbeitslosen, Ernst Busch, Claire Waldoff, Gussy Holl, Hanns Eisler, Friedrich Holländer, Allan Grey, Richard Wagner, Frédéric Chopin, den Sturmvogel, die Revolutionsetüde, die feinen und die unaufhaltsamen Töne einer leidenschaftlichen Schreibmaschine und am Ende ihre ganz eigene Musik. Und zwischen dem Brettl und der großen Menschheit ein Mann – ein goldenes Herz und eine eiserne Schnauze.