DAS LEBEN DER FISCHE (UA)

von Nino Haratischwili

Ich muss hier weg.

Ida sinkt. Und sinkt. Immer weiter in den Ozean hinab. Dort, in menschenfeindlicher Tiefe, dort, wo das Anfang bereits das Ende und Alles zu Nichts geworden ist, vertreiben sich Hanno und Halli, zwei Fische, die Tristesse mit Backgammon und düsteren Weltuntergangsszenarien. Diese kommen nicht von ungefähr, denn große Verantwortung lastet auf ihren Gräten, sind sie doch die Wächter einer 1070 Jahre alten Prophezeiung, die das Fortbestehen der ganzen Fisch- und Menschheit in sich trägt. Und Ida? Ist sie der rettende Engel? Vielleicht. Im Augenblick jedoch sinkt sie wunderschön aber tot Richtung Meeresboden und dabei wollte sie doch in ihrem Leben nichts weiter als alles einfach nur irgendwie richtig machen…


Premiere: 30. April 2011

Inszenierung > Nino Haratischwili Bühnenbild > Silke Rudolph Kostüme > Gunna Meyer Dramaturgie > Winnie Karnofka
Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Andreas Jeßing (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Andreas Jeßing (Foto Isabel Winarsch)
Marie-Isabel Walke, Karl Miller (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Andreas Jeßing; hinten Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch) Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch)
Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Andreas Jeßing (Foto Isabel Winarsch) Marie-Isabel Walke, Angelika Fornell (Foto Isabel Winarsch)
Karl Miller, Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch) Angelika Fornell, Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch)
Angelika Fornell, Marie-Isabel Walke (Foto Isabel Winarsch)
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© Deutsches Theater in Göttingen

stueckzettel_das leben der fische.pdf
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HALLI/ DANA > Angelika Fornell IDA > Marie-Isabel Walke ARY > Karl Miller HANNO/ EMMANUEL > Andreas Jeßing

„Immer wieder friert das Geschehen ein, übernimmt für ein paar Minuten die Musik. Jedes Detail dieser Inszenierung ist stilistisch durchkomponiert und passt zum Grundthema. So wird der Abend zu einem ästhetischen Genuss.“

HNA

„Haratischwili hat das Stück mit Gegensätzen und Überraschungseffekten ausgestattet. Auch musikalisch. Karl Millers Playback zu Nick Caves „Little Water Song“ ist amüsant, ebenso Angelika Fornell bei ihrer Live-Playback-Version von „The Boulevard of Broken Dreams“. Genauso unvermittelt und faszinierend wie das Stück begonnen hat, endet es auch. Die Fische tauchen noch einmal kurz auf und sind dann wieder weg – 1070 Jahre.“

Göttinger Tageblatt

„Erstaunlich ist, mit welcher Wärme und Überzeugungskraft, auch mit wie viel Humor und Abstufungen die Schauspieler durch diesen sprachlich und inhaltlich hoch problematischen Text gehen" (...) Überhaupt: Marie-Isabel Walke scheint zu genießen, was sie tut, weigert sich die ordinäre Rotzgören-Eliza-Doolittle zu geben, der man erklären muss, was 'präzise' bedeutet und was 'plebejisch'. Stattdessen ist sie ganz Herz und Würde im Matrosenkleidchen, eine fiebrig entschlossene Tragödin, die sich, inmitten einer kruden Seifenoper, verzweifelt in die Strickjacke ihres Junkies wickelt und aus einer herbeikonstruierten Figur einen Menschen macht."

nachtkritik.de