

von Cornelia Funke
Zottelkralle ist nicht einfach irgendein Erdmonster. Nein, Zottelkralle ist was Besonderes. Er kann den typischen Erdmonstergeruch nicht leiden, isst am liebsten Menschenessen und Shampoo und wird unwiderstehlich von Klaviermusik angezogen. Deshalb will er sich auch in Kallis Haus einnisten – prima Esswaren im Kühlschrank, Flüssigseife im Badezimmer und eine Frau, Kallis Mutter, die Klaviermusik spielt bis zum Abwinken. Ja, und Kalli hat sich immer einen Hund gewünscht. Nun hat sie also ein Monster. Auch nicht schlecht.
Gero Vierhuff, Jahrgang 1972, arbeitete unter anderem als Regieassistent am DT und auf Kampnagel, am Thalia Theater Hamburg und am Staatstheater Kassel. Er inszeniert und realisiert Projekte am Staatstheater Kassel, am Deutschen Theater in Göttingen und am Stadttheater Hildesheim. Gero Vierhuff arbeitet seit 2004 als freischaffender Regisseur.
Premiere: 22. November 2008
Zottelkralle funktioniert wie das Sams. Oder wie Alf in der gleichnamigen Fernsehserie. Der zottelige Außerirdische mit den großen Ohren wurde auch in eine Familie katapultiert und sorgte dort für Chaos. Mit ihm verbanden die Menschen ebenfalls eine Hassliebe.
Regisseur Vierhuff hat die Bühnenfassung der Funke-Vorlage im DT Studio ohne Firlefanz sehr präzise und mit Liebe zum Detail inszeniert. Die Kinder (geeignet ab fünf Jahren) sitzen dicht dran an der Bühne und können sich ein bisschen wie in Zottelkralles Höhle fühlen.