WER KOCHT,SCHIESST NICHT

Satire von Michael Herl

Nobody isst perfect

Das waren noch Zeiten, als der Molekularbiologe Dr. Kögel im Urlaub auf Elba mit seiner damaligen Freundin Rosmarinhühnchen zubereitete, dazu einen einheimischen Grappa trank und mit sich und der Welt zufrieden aufs Meer hinaus blickte. Wir kamen zurück – und dann, ich war gerade zwei Wochen wieder da, dann war das mit dem Job. Aber nun, nach langer Durststrecke winkt ihm eine neue Herausforderung. Das Jobcenter des Arbeitsamts hat den studierten Biologen und Sohn einer alteingesessenen Gastwirtsfamilie aus dem Sauerland zur Firma Schnell & Lecker geschickt. Hier soll er einem sorgsam ausgewählten Testpublikum demonstrieren, wie unnötig, überholt und antiquiert die traditionelle Zubereitung von Speisen im Vergleich mit den Fertiggerichten der Firma Schnell & Lecker ist. Macht Kögl anfangs noch gute Miene zum bösen Spiel, gerät seine Präsentation bald zu einer ebenso humoristischen wie bösen Abrechnung mit den Abstrusitäten der modernen Nahrungsaufnahme.
„WER KOCHT, SCHIESST NICHT ist ein Muss für alle Gourmets und für Gourmands, für Hobbyköche und für Profiköche, für Feinkosthändler und für Feinkostkäufer, für Metzger und für Vegetarier – und für alle mit Sinn für gutes Essen und bösen Humor. Eine gnadenlose Abrechnung mit allem, was mit Fast Food, Convenience-Produkten und Kochen ohne Zeit und Muße zu tun hat – gleichzeitig eine sensibel-sarkastische Beschreibung des Wahns um Kochen, Essen, Trinken, Denken, Handeln und Sein in modernen Zeiten.“ (Michael Herl)

Premiere: 20. Oktober 2010

Inszenierung > Lutz Keßler Ausstattung > Heidi Hampe
Ronny Thalmeyer Ronny Thalmeyer
Ronny Thalmeyer Ronny Thalmeyer Ronny Thalmeyer
Ronny Thalmeyer
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stueckzettel_wer-kocht-schiesst-nicht.pdf
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"Die Stärke der Inszenierung liegt in der krassen Gegenüberstellung des altmodischen sinnlichen Kochens - am Ende darf ein Zuschauer probieren - und den von Kögel vorgetragenen unappetitlichen Inhaltsstoffen der Schnell&Lecker-Waren, die stellvertretend für alle Fertigprodukte einen kau- und kochfaulen Gesellschaft stehen, wenn man von der zur Schau gestellten Kochmanie im Fernsehen mal absieht. Thalmeyer gibt neben aller Komik der Figur Kögel eine theatralisch, melancholische Note, die durch die immer mehr in sich zusammensinkende Kochmütze wunderbar illustriert wird. Rund eine Stunde lang füllt er den Keller mit seiner Präsenz und herrlichem Küchendurft. Das `Testpublikum´ ist begeistert."

Göttinger Tageblatt/Göttingen

Termine

Ort: DT Keller
7. Juni 2012, 20:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr Freier Verkauf - Karten
21. Juni 2012, 20:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr Freier Verkauf - Karten
29. Juni 2012, 20:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr Freier Verkauf - Karten