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Biedermann
und die
Brandstifter

Max Frisch

 

Gefahr droht, denn Brandstifter sind in der Stadt. Äußerste Wachsamkeit ist geboten, um Gefahr von Leib, Leben und Eigentum fernzuhalten. Da ist es schon ein wenig leichtsinnig, dass Herr Biedermann einen Fremden ins Haus lässt und ihm, obwohl dessen Verhalten durchaus verdächtig scheint, sogar Obdach auf dem Dachboden gewährt. Der Fremde lässt es sich gut gehen bei den Biedermanns, zieht einen Freund nach und je länger er bleibt, desto offener zeigt er seine Absicht, das Haus des Herrn Biedermann in Flammen aufgehen zu lassen. Doch Biedermann weigert sich, die Zeichen für die Katastrophe zur Kenntnis zu nehmen. Selbst als die ungebetenen Gäste ungeniert mit Benzinfässern und Zündschnüren hantieren, behauptet er Alltag und lädt ungerührt zum Abendessen ein. Selbst mit Zündhölzern hilft er gerne aus. Kurze Zeit später explodiert der städtische Gasometer.

»Biedermann und die Brandstifter« ist eine Parabel über die Unfähigkeit des Menschen, voraussehbare Katastrophen durch beherztes Handeln zu verhindern. Egal ob Finanzkatastrophe oder Erderwärmung, der Mensch sieht, was da auf ihn zukommt, und macht weiter wie gehabt. Handeln könnte ja bedeuten, die sorgsam gepflegte Behaglichkeit aufzugeben. Wer sich als Teil des Systems empfindet, der ist nicht bereit, das System zu verändern.

Frischs Lehrstück kommt im Gewand einer griechischen Schicksalstragödie daher, doch es unterläuft die Behauptung von der Unentrinnbarkeit des Schicksals mit Ironie. Der warnende Chor, unverzichtbares Element der Tragödie und Transporteur von Pathos, wird in »Biedermann und die Brandstifter« zu einer Feuerwehr, die zum Löschen immer zu spät kommt.

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