• slide
  • slide
  • slide

Falsche Schlange

Von Alan Ayckbourn

Nach dem Tod ihres Vaters kommt Annabel Chester ins Elternhaus zurück, das sie in jungen Jahren verlassen hat, um nach Australien zu gehen. Noch bevor sie in dem reichlich ramponierten Anwesen auf ihre jüngere Schwester Miriam trifft, begegnet ihr Alice, die Krankenschwester, die den Vater bis kurz vor seinem Tode gepflegt hat. Alice zeigt sich erstaunlich gut über die Familienverhältnisse informiert, vor allem darüber, dass der Verstorbene kurz vor seinem Ableben Annabel zur Alleinerbin bestimmt hat. Und dann kommt sie schnell zur Sache: 100.000 Pfund verlangt Alice für ihr Stillschweigen darüber, dass Miriam beim Sterben des Vaters ein wenig nachgeholfen hat.
So hatte sich Annabel ihre Rückkehr nicht vorgestellt, zumal die Begrüßung durch die enterbte Schwester Miriam auch nicht eben herzlich ausfällt. Aber letztlich zwingt die Bedrohung durch die erpresserische Alice die beiden zum Schulterschluss und gemeinsamen
Handeln. Gut, dass Miriam starke Nerven und bereits Erfahrung im Ausschalten unbequemer Personen hat, was sie mit einer starken Dosis Barbiturate in Alice‘ Weinglas eindrucksvoll demonstriert. Doch im Laufe der Nacht geschehen unheimliche Dinge und die
Geschichte nimmt einen unerwarteten Verlauf. Ein starker Krimi mit Anklängen an Horrorfilme, in dessen Fortgang sich herausstellt, dass nicht nur die Stromleitungen des Familiensitzes, sondern auch die moralischen Fundamente der Familie morbide sind.

Alan Ayckbourn
Er ist sicherlich Großbritanniens populärster Dramatiker: Alan Ayckbourn, 1939 geboren, hat mehr als 80 Stücke geschrieben, außerdem zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Dabei sprengt er gerne Grenzen, schreibt Theaterstücke, deren Dramaturgie den Gesetzen des Films folgen oder eine Serie fürs Theater. Immer ist er ein scharfer Beobachter der Mittelklasse, deren Neurosen, Lügen und Verdrängungen er in seinen Werken entlarvt.

Trailer

Pressestimmen

Spielplan Karten Kontakt Impressum
down
spielzeit