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Gas –
Die Koralle
Gas I, Gas II

Georg Kaiser

Es ist unsichtbar, es ist überall, es ist pure Energie: Gas. Energie aber ist die Droge des Industriezeitalters, ohne Energie keine Produktion, ohne Energie kein Wirtschaftswachstum. Georg Kaiser schrieb die Stücke »Die Koralle«, »Gas I« und »Gas II« unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, als die Industrialisierung in der westlichen Welt einen gewaltigen Aufschwung nahm. Entstanden ist eine Art Familiensaga über drei Generationen, eine aus heutiger Sicht erschreckend hellsichtige Prognose über die Entwicklung des Kapitalismus.

Gas schafft Reichtum.
Der Protagonist in »Die Koralle« hat die Welt der Armut hinter sich gelassen, als Milliardär flieht er vor den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit in eine künstliche heile Welt.

Gas schafft Zerstörung.
Der Sohn des Milliardärs wird zur Hauptfigur in »Gas I«. Er hat das Werk des Vaters sozialisiert, in seinen Fabriken die Arbeiter am Gewinn beteiligt. Immer mehr Gas wird produziert, immer größer wird die Nachfrage nach dem flüchtigen Stoff, ohne den die Wirtschaft zusammenbrechen würde. Doch das System überhitzt, die Fabrik explodiert.

Gas schafft Ideologie.
In »Gas II« schließlich ist die Fabrik verstaatlicht, produziert nur noch für Rüstungszwecke des sich im Krieg befindenden Landes. Ein Enkel des Milliardärssohns versucht, die sinkende Produktivität der gnadenlos an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit getriebenen Arbeiter zu steigern. Diese proben den Aufstand und verschaffen so dem Feind einen Vorteil, den dieser nutzt, die Fabrik zu besetzen. Das gerade erfundene Giftgas verheißt letzte Rettung.

Geprägt von der Erfahrung des Ersten Weltkrieges, in dem deutlich wurde, dass der moderne Kapitalismus eine ungeheure Zerstörungskraft entfalten kann, entwirft Kaiser mit expressionistisch elaboriertem Sprachgestus eine Welt, in der alles den Gesetzen der Produktion unterworfen ist.

 

 

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