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Irrungen, Wirrungen

Nach Theodor Fontane

Eine Liebesbeziehung zwischen einem Adligen und einer Bürgerlichen im ausgehenden 19. Jahrhundert ist Anlass für »Viel Freud, viel Leid. Irrungen, Wirrungen«, wie es der Baron Botho von Rienäcker im Rückblick auf einen kurzen Sommer der Liebe mit Lene, einer jungen Berliner Wäscherin, formuliert. Bei einer Ruderpartie rettet Botho Lenes Boot vor dem Kentern. Von da an verbringen beide ein paar unbeschwerte Sommermonate in Berlin. Doch Lene spürt, dass ihr Glück nicht von langer Dauer sein kann. Eine gemeinsame Landpartie zeigt schmerzlich, dass in den gesellschaftlichen Kreisen, in denen Botho verkehrt, eine ernsthafte Verbindung der beiden nie Akzeptanz finden würde. Damit ist das Ende der Liaison besiegelt. Botho heiratet seine wohlhabende Cousine Käthe und sichert dadurch die angeschlagenen Finanzen seiner Familie. Lene zieht in ein anderes Stadtviertel, um räumliche Distanz zu schaffen. Dort lernt sie den wesentlich älteren, bürgerlichen Gideon kennen und willigt – nachdem sie in Bezug auf ihre Vergangenheit reinen Tisch gemacht hat – ein, seine Frau zu werden. Das Leben verläuft für Botho und Lene von nun an in geordneten Bahnen. Doch die Erinnerung an den Sommer des gemeinsamen Glücks bleibt eine offene Wunde, die keiner der beiden neuen, standesgemäßen Partner zu schließen vermag.

 

Theodor Fontane
Der in Neuruppin geborene Apothekersohn Theodor Fontane (1819-1898) gilt als der bedeutendste Vertreter des bürgerlichen Realismus in Deutschland. Sein Werk ist geprägt von einem detailreichen Blick für gesellschaftliche Milieus und einer impliziten Gesellschaftskritik, die er am Beispiel von Einzelschicksalen entwickelt. In seinem Spätwerk »Effi Briest« legt er als Vorläufer von Thomas Manns »Buddenbrooks« den Grundstein für den deutschen Gesellschaftsroman.

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