• slide
  • slide
  • slide

Romulus der Große

Eine ungeschichtliche historische Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Sieben … fünf … drei – Rom schlüpft aus dem Ei. Gut 1.200 Jahre später steht dem römischen Weltreich in Friedrich Dürrenmatts Komödie der Untergang bevor und der hat wieder etwas mit Eiern zu tun: Während die Germanen mit einer überlegenen Armee bereits kurz vor den Toren Roms stehen, ist Kaiser Romulus auf seinem Landsitz in Campanien viel lieber damit beschäftigt, seinen Hühnerstall zu pflegen, als sein Reich gegen die germanische Invasion zu verteidigen. Die finanziellen Mittel sind aufgebraucht, der Staat ist bankrott: Um die letzten Kosten zu decken, wird der goldene Lorbeerkranz, Signum seiner kaiserlichen Herrschaft, ebenso gerupft wie die Hühner, die keine Eier mehr legen. Die landen nämlich im Kochtopf.
Allein die Heirat seiner Tochter mit dem germanischen Hosenfabrikanten Rupf könnte Romulus‘ Reich noch retten, denn jener bietet eine unermessliche Summe Geldes, die die Germanen zum Verlassen Italiens bewegen würde. Doch Romulus versagt dieser Eheschließung seinen Segen, füttert stoisch seine prächtigen Hühner und hat sich und das Römische Reich längst aufgegeben. Eine Verschwörung seines Hofstaates, an deren Ende seine Ermordung stehen soll, scheitert, weil die Laffen im entscheidenden Moment kneifen. Von seiner Frau, seiner Tochter und allen Ministern verlassen, erwartet der Kaiser von Rom die Ankunft der Germanen und damit sein Ende. Als der Moment gekommen ist und sich die Häupter der gegnerischen Parteien in die Augen sehen, nimmt die Geschichte eine unverhoffte Wendung: Sein Widersacher, der eine Leidenschaft von Romulus teilt, hat einen unerwarteten Plan.
Staat bankrott, Regierung untätig: Mit Sprachwitz und scharfer Zunge beschreibt Friedrich Dürrenmatt in seinem ganz eigenen Ton, der zwischen Realismus und Ironie schwebt, den Ausverkauf eines Weltreichs, an dessen Spitze ein hühnerzüchtender Kaiser steht, der sich die Frage stellt, ob die blutige römische Geschichte überhaupt das Recht gestattet, sich zu wehren und zu verteidigen.

Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatts Werke, die sowohl von tragischer Groteske als auch von Verfremdung geprägt sind, gehören zum Kanon deutschsprachiger Literatur. Dürrenmatt starb 1990 in dem Land, in dem er 1921 geboren wurde, der Schweiz.

Trailer

Pressestimmen

Bildergalerie

Karten Kontakt
up down
facebook youtube instagram