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Sofja

Schauspiel von Anne Jelena Schulte

Kurz, aber bewegt war das Leben der Sofia Kowalewskaja, der ersten Mathematik-Professorin Europas, die in Göttingen promoviert hat. Angesteckt von den emanzipatorischen Ideen der nihilistischen Jugend, stürzte die 1850 geborene Russin sich in das Abenteuer einer ›Scheinehe‹, um in Deutschland Mathematik zu studieren. Nicht einmal zwei Jahrzehnte später war sie eine berühmte Frau. In den Jahren dazwischen aber war das nüchterne Konstrukt ›Scheinehe‹ in einer Tragödie kulminiert. Sofia Kowalewskajas Freiheitsdrang war so groß wie ihre Schutzbedürftigkeit, ihre Liebesbedürftigkeit so unersättlich wie ihr Forschergeist, ihr Pathos unerträglich und ihr Humor unschlagbar trocken. Wissenschaftlerin, Literatin, Mutter, Ehefrau und Geliebte: viele Rollen hat sie probiert, keine passte ganz. Sofia Kowalewskaja suchte Erfüllung und fand stattdessen den Erfolg – auf dessen Höhepunkt sie im Alter von 41 Jahren starb. Die Autorin Anne Jelena Schulte hat die Widersprüche, Kämpfe und Sehnsüchte dieses Lebens für die Bühne bearbeitet und mit Gegenwartstexten zum Alltag von Frauen in den naturwissenschaftlichen Fakultäten gespiegelt, die sie an der Universität Göttingen recherchiert hat.

 

Anne Jelena Schulte
Die Berlinerin studierte Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihre Arbeiten waren bisher am Schauspielhaus Hamburg, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, am Stadttheater Ulm, am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Deutschen Theater in Berlin zu sehen.

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