3. Konzert Zyklus Kulturelle Begegnung - »Perspektive Zentralasien«

Dmitri Schostakowitsch
Ouvertüre über russische und kirgisische Volksthemen op. 115

Alexander Borodin
Steppenskizze aus Mittelasien

Aram Chatschaturjan
Drei Konzertarien für hohe Stimme und Orchester

Lew Knipper
Wantsch. Suite op. 29

Sopran Anastasja Moskvina
Leitung Christoph-Mathias Mueller

Schon in der Zarenzeit rückte Zentralasien ins Blickfeld russischer Komponisten – etwa Alexander Borodins, der zum 25-jährigen Thronjubiläum Alexanders II. dessen Eroberungen im Süden und Osten mit seiner »Steppenskizze« würdigte.

Ganz ähnlich verknüpfte zu Sowjetzeiten Dmitri Schostakowitsch eine russische Volksmelodie und zwei kirgisische Weisen in seiner Ouvertüre op. 115. Im Jahr 1963, zur Hundertjahrfeier des »freiwilligen Anschlusses« Kirgisiens an Russland, stattete er dem Landesteil einen Besuch ab, und schon wenig später hatte er die farbenprächtige Orchesterpartitur vollendet.

Während Schostakowitsch sein Material gedruckten Sammlungen entnahm, wurde Lew Knipper selbst als Ethnograf tätig: Er leitete in den 1930er Jahren Musikexpeditionen nach Zentralasien. Ein besonders überzeugendes Ergebnis dieser Arbeit ist die 1932 entstandene »Wantsch«-Suite, benannt nach einem Fluss im tadschikischen Pamir-Gebirge.

Von Zentralasien in den Kaukasus: Aram Chatschaturjan wurde als Sohn einer armenischen Familie im georgischen Tbilissi geboren, und seine Kompositionen wurzeln in der rhythmischen Vielfalt und im inspirierten Improvisieren der kaukasischen Volksmusiker. Die drei Konzertarien erlebten erst 2015 ihre deutsche Erstaufführung.

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