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Alles Lüge und immer wieder wächst das Gras

Ein Liederabend zur deutschen Wiedervereinigung von Niklas Ritter und Ensemble nach einer Idee von Roman Majewski

Am 3. Oktober 1990 wurde der sogenannte Wiedervereinigungsvertrag unterschrieben, der zu »blühenden Landschaften« führen sollte, in denen es »niemandem schlechter gehen (wird) als zuvor, dafür vielen besser«. So die Versprechen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl. Welche Träume wurden vor und zur Wende geträumt? Welche Hoffnungen waren auf ein vereintes Ost- und Westdeutschland gesetzt? Welche Utopien eines gemeinsamen Lebens gab es? Die Songs von Rio Reiser, Gerhard Gundermann und anderen verliehen einem Lebensgefühl Ausdruck. Sie haben sich in die Erinnerungs-DNA Deutschlands eingeschrieben und deshalb ist es noch heute so, dass die 1980er und -90er sofort wieder lebendig und greifbar werden, wenn man »Hier bin ich geboren« oder »König von Deutschland« hört. Zum runden Geburtstag schauen wir nach, was 30 Jahre später geworden ist aus einer bewegten Zeit mit großen Ideen: Niklas Ritter wird eine musikalische Familiengeschichte erzählen, die grenzüberschreitend die Nachwendezeit in den Blick nimmt, nach erfüllten und unerfüllten Utopien fragt, persönlich und politisch ist und musikalisch den Auf- und Umbruch wiederaufleben lässt.

Der 1972 geborene Niklas Ritter wuchs in Westberlin auf und studierte in Leipzig. Seine Arbeiten als Regisseur und Videokünstler brachten ihn unter anderem nach Dessau, Stuttgart, Potsdam, Köln und Dresden. Nach den Inszenierungen »Shockheaded Peter«, »Spring Awakening« und »Die Hauptstadt« wird er mit »Alles Lüge« in Göttingen zum ersten Mal nicht nur Regie führen, sondern auch eine Geschichte erfinden.

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