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Antigone

Von Sophokles

Für seine »Antigone«-Inszenierung am Deutschen Theater Göttingen hat der Regisseur Christian Friedel ein Gedankenexperiment unternommen. Der Fluch der Labdakiden erzählt über mehrere Generationen das Geschichte einer Familie, der von einer Art >Urfluch< gepeinigt, grausamste Schicksalsschläge wiederfahren. Sophokles »Antigone« beschreibt die letzte Station des Niedergangs, und der Autor hat den Konflikt auf die Konfrontation von Kreon und Antigone zugespitzt. Ihr Kampf um die Bestattung des toten Polyneikis beherrscht das Stück. Kreons Gattin Eurydike, deren Sohn Haimon und Antigones Schwester Ismene sind vor allem die Leidtragenden, die die Dimension des Konfliktes vergrößern.
Friedel hat in seiner Spielfassung die Rollen neu verteilt: Eurydike hat als Herrscherin von Theben Kreons Rolle übernommen, ihr Gatte Kreon, der ihr für ihre Karriere den Rücken frei gehalten hat, ein steter Mahner vor dem drohenden Unheil. Schon dass der zentrale Konflikt nicht mehr einer ist, der zwischen herrschendem Mann und einer Frau sondern zwischen zwei Frauen verhandelt wird, holt ihn an unsere Zeit heran. Auch wenn er aus seinen archaischen Dimensionen herausgelöst wird, verliert er dennoch nichts an seiner Größe.

Sophokles
Zusammen mit Aischylos und Euripides gehört Sophokles zu den wichtigsten Dichtern der Antike. Um die hundert Dramen soll er geschrieben haben, von denen unter anderem »König Ödipus«, »Ödipus auf Kolonos« und »Elektra« bis heute gespielt werden.

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