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Das kalte Herz

Nach dem Märchen von Wilhelm Hauff

Der Kohlenbrenner Peter Munk will mehr vom Leben, als mit Holzkohle mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er will von der Kohle weg ans große Geld kommen. Glas möchte er machen und deswegen angesehen sein oder noch besser: drei Wünsche vom Glasmännlein erfüllt bekommen. Weil er ein Sonntagskind ist und das Beschwörungs-Sprüchlein kennt, werden sie ihm gewährt. Doch er wünscht nicht klug und haushaltet schlecht mit dem Gewünschten. So verliert er durch Unbedacht und Glücksspiel schnell wieder, was er sich vom Glasmännlein erbeten hat. Beim Holländer-Michel bekommt Peter zwar eine zweite Chance, aber nichts geschenkt: Für Reichtum und Ansehen muss er sein Herz eintauschen. Vermögen und Prestige stellen sich umgehend ein, nur ohne ein lebendiges Herz kann Peter es nicht genießen. War sein lebendiges Herz doch ein zu hoher Preis für die Erfolgsoptimierung? Hauffs Märchen erzählt von dem zutiefst nachvollziehbaren menschlichen Wunsch nach materieller Sicherheit und Anerkennung. Beides kann leicht korrumpierbar machen, Anfang des 19. wie auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Wilhelm Hauff
Nur 24 Jahre alt ist Wilhelm Hauff geworden als er am 18. November 1827 an Typhus starb. Der studierte Theologe und Philosoph hat in dieser kurzen Lebenszeit allerdings eine große Zahl an Liedern, Erzählungen und Märchen geschrieben, die sowohl Ideen der Spätromantik als auch zeit- und gesellschaftskritische Gedanken der vorrevolutionären Zeit aufgreifen.

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