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Die große Wanderung. Dreiunddreißig Markierungen

»Jede Migration führt zu Konflikten, unabhängig davon, wodurch sie ausgelöst wird, welche Absicht ihr zugrunde liegt, ob sie freiwillig oder unfreiwillig geschieht und welchen Umfang sie annimmt. Gruppenegoismus und Fremdenhass sind anthropologische Konstanten, die jeder Begründung vorausgehen.« Dies konstatierte Hans Magnus Enzensberger in seinem 1992 erschienenen Essay »Die Große Wanderung«. Enzensberger zeichnet darin ein Bild historischer wie aktueller Migrationsbewegungen, von territorialen Ansprüchen und Fremdenangst. In dreiunddreissig Markierungen, die den Text gliedern, nennt er keine Lösungen, versucht jedoch, Begriffe zu schärfen und Ideologien zu entlarven. So öffnet Enzensberger die enge tagespolitische Perspektive der Asylpolitik auf globale und historische Zusammenhänge.

Gerhard Ahrens hat aus Enzensbergers »Dreiunddreissig Markierungen« eine szenische Lesung mit dem Schauspieler Peter Lohmeyer konzipiert. Als Bühnendarsteller ist Lohmeyer regelmäßig am Schauspielhaus Bochum zu sehen; seit 2013 gibt er den Tod im Jedermann bei den Salzburger Festspielen. Neben zahlreichen Film- und Fernsehrollen löste er als Kommissar Jan Fabel im vergangenen Jahr seinen dritten Fall in der ARD-Produktion Brandmal. Peter Lohmeyer unterstützt als Botschafter die Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.

Szenische Lesung mit Peter Lohmeyer
Eingerichtet von Gerhard Ahrens
© Mathias Bothor

 

 

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