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Ein
Sommernachtstraum

William Shakespeare

 

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer. Was begegnet uns des Nachts, wenn der Traum die Kontrolle übernimmt und die Vernunft nicht wacht? Begreift man in Shakespeares Komödie »Ein Sommernachtstraum« die Flucht der Liebenden in den Wald als Reise in das Unterbewusstsein, bleibt das Reich der Feen nicht nur bloße Gegenwelt, sondern erweist sich vielmehr als das andere Ende des Spektrums, aus dem sich – zwischen rationaler Beherrschung und unbewussten Begierden – unser Liebesleben konstituiert.

Im Feenwald intensivieren sich die Gefühle der geordneten Welt, sie werden unberechenbar und monströs. Ein eifersuchtsgeladener Streit des Feenkönigspaars Titania und Oberon lässt die Naturgewalten tosen. Tobend schickt Oberon den Kobolddiener Puck los, um die Feenkönigin durch eine Liebesdroge wieder gefügig zu machen. Auch im weltlichen Gefühlskosmos herrscht Verwirrung. Unter vier jungen, heißblütig Liebenden hat sich nur ein glückliches Paar gefunden. Die beiden anderen lieben zwar auch, aber nicht sich, sondern aneinander vorbei. Vor der strikten Ordnung ihrer Welt fliehen die vier und suchen Zuflucht im nahen Wald. Doch dieser entpuppt sich als abgründiger Ort. Unter dem Liebeszauber von Puck werden die Liebenden, wie Titania und eine Laienschauspieltruppe, die im Unterholz eine Tragödie der großen Emotionen probt, zu Marionetten. Hoffnungslos verstricken sie sich im Dickicht der unberechenbaren Gefühle. Der Idiot wird zum Esel und die Feenkönigin entdeckt im Rausch der Liebesdroge ihre Vorliebe für Huftiere. Durch diese ungeheuerliche Verbindung wird Titania schließlich diszipliniert und Oberon bekommt seinen Willen. Um die Ordnung wieder herzustellen, setzt Puck noch mehr Liebesserum ein, um die jungen, hitzköpfigen Liebenden zu glücklichen Paaren zu vereinen.

Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« ist eine kunstvoll gestrickte Komödie über Schein und Sein. Obwohl der Konflikt zwischen rationaler Beherrschung und (sexuellen) Begierden am Ende beigelegt scheint, bleibt aufgrund von Shakespeares geschickt inszenierter Doppelbödigkeit ein bitterer Nachgeschmack zurück. Ist die herbeigeführte Harmonie mehr als nur zauberhaftes Blendwerk? Hier endet der Traum und die Vernunft des Tages übernimmt.

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