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Emilia Galotti

Von Gotthold Ephraim Lessing
Die bürgerliche junge Frau als Opfer adliger Intrigen. In wohl kaum einem anderen Drama wurde dieses Grundmotiv des Bürgerlichen Trauerspiels so effektvoll umgesetzt wie in Lessings »Emilia Galotti«. Der Prinz von Guastalla, gerade ein wenig gelangweilt von seiner Geliebten, der Gräfin Orsina, hat ein Auge auf die attraktive Emilia Galotti geworfen. Die jedoch steht kurz vor der Hochzeit mit dem Grafen Appiani und zeigt sich desinteressiert an des Prinzen Avancen. Guastalla delegiert das Problem maliziös an seinen Adlatus Marinelli, der das junge Paar auf dem Weg zur Trauung kidnappen lässt. Der Graf wird bei der Aktion erschossen, Emilia auf das Lustschloss des Prinzen gebracht und dort, angeblich zu ihrem eigenen Schutz, festgehalten. Als Emilias Vater, von der eifersüchtigen Orsina auf die richtige Spur gebracht, seine Tochter dort aufsucht, fordert sie ihn auf, sie zu töten, damit sie nicht Opfer des Prinzen werde.
Ein Klassiker mit hohem Thrill-Faktor, eine fesselnde Studie über die psychischen Deformationen, die die Ausübung von Macht bei den Mächtigen ebenso wie bei ihren Opfern hinterlässt.

Gotthold Ephraim Lessing
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) reformierte die deutsche Dramatik. Nicht nur, dass er in seiner »Hamburgischen Dramaturgie« die theoretischen Grundlagen für ein neues, zeitgenössisches Theater formulierte, in seinen Dramen verschaffte er dem aufstrebenden Bürgertum des 18. Jahrhunderts seine ersten Auftritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Als überzeugter Vertreter der Aufklärung traute er dem Theater erhebliches Potenzial zu, die Gesellschaft gerechter und gleicher zu machen. Sein Bestreben, natürliche Menschen auf die Bühne zu stellen, gepaart mit Humor und der Fertigkeit, brillante Dialoge zu schreiben, hat ihn zum elegantesten Dramatiker der Deutschen Klassik gemacht.

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