Genannt Gospodin

Von Philipp Löhle
Gospodin steigt aus. Geld und Besitz sind nicht mehr notwendig. Das geliebte Lama hatte schon Greenpeace mitgenommen. Seine Freundin und seine Kumpels belächeln den Kapitalismusverweigerer und nutzen Gospodins Langmut mit verlogener Freundlichkeit aus. Als Gospodin eines Tages eine Tragetasche voller Geld – drei-, vier- oder fünhunderttausend Euro? – zur Verwahrung annimmt, gerät die Welt aus den Fugen: Plötzlich sind alle hinter dem Geld her, das der Aussteiger ja eigentlich gar nicht besitzen will. Und zivilisierte, kultivierte, gebildete Menschen jagen in rasanten absurd-komischen Szenen dem Geld nach.
Philipp Löhle begegnet in »Genannt Gospodin« der aktuellen Kapitalismuskritik mit den Mitteln der Komödie.

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