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Großer Wolf &
kleiner Wolf

Nach dem Bilderbuch von Nadine Brun-Cosme und Olivier Tallec

 

Was macht man, wenn man auf einen anderen Menschen trifft? Vom Glück, zu zweit zu sein, weiß der große Wolf nichts. Zufrieden lebt er ganz für sich allein unter seinem Baum. Beschaulich und friedlich ist das Wolfsleben: Morgengymnastik in den Ästen des Baumes, vor dem Abstieg noch etwas Obst fürs Frühstück pflücken, nachmittags ausgedehnte Spaziergänge durchs Weizenfeld und abends unter die Blätterdecke kuscheln. So vergeht die Zeit bis der große Wolf eines Tages am Horizont einen kleinen Punkt bemerkt, der immer näher kommt. Als der große Wolf erkennt, dass es sich um einen anderen Wolf handelt, bekommt er Angst: »Was, wenn der Wolf größer ist als ich?« Doch es ist ein kleiner Wolf, der wortlos unterm Baum des großen Wolfs auftaucht. Dass dieser keine Anstalten macht, weiterzuziehen, irritiert den großen Wolf. Da er den Umgang mit anderen Wölfen nicht gewohnt ist, reagiert er misstrauisch: »Was, wenn der kleine Wolf besser klettern kann als ich? Oder besser Gymnastik machen?« Trotz seines Argwohns lässt er den Besucher gewähren. Nach und nach zerstreuen sich die Vorbehalte und der große Wolf erkennt, dass der kleine Wolf keine Konkurrenz für ihn ist, sondern sich ins gewohnte Wolfsleben eigentlich gut einfügt. Als der große Wolf an einem Abend von seinem Spaziergang zu seinem Baum zurückkehrt, ist der kleine Wolf verschwunden. Plötzlich fehlt dem großen Wolf zum ersten Mal in seinem Leben etwas…

Nadine Brun-Cosmes und Olivier Tallecs Bilderbuch setzt sich mit viel Einfühlungsvermögen und Poesie mit den Ängsten auseinander, die Groß und Klein beim ersten Kennenlernen mit einer unbekannten Person beschäftigen. Nicht nur Konkurrenzdenken und Versagensängste werden für Zuschauer ab vier Jahren thematisiert, sondern es wird auch gezeigt, wie man sich selbst und die eigenen Talente in der Begegnung mit anderen besser kennen und einschätzen lernt. In dieser humorvollen Geschichte über das zaghafte Entstehen einer Freundschaft wird deutlich, dass die Zugeständnisse an einen Freund – wie sich um den anderen kümmern, teilen und sich aneinander messen – sowie der Schmerz der Einsamkeit durch das Glück zu zweit und die Freude des Wiedersehens mehr als aufgewogen werden.

 

Auch als mobile Aufführung buchbar unter theaterpaedagogik@dt-goettingen.de

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