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Herr Puntila und sein Knecht Matti

Von Bertolt Brecht | Musik von David Rimsky-Korsakow / Paul Dessau

Gutsbesitzer Puntila lebt mit seiner Tochter Eva und seinem ›Hofstaat‹ auf seinem Gut Puntila. Dort haben seine Bediensteten und sein Knecht Matti alle Hände voll zu tun, Evas Verlobung mit dem Attaché vorzubereiten. Trotz des geplanten Festes, steht Eva der Sinn mehr nach Matti als nach der ihr zugedachten, guten Partie. Matti ist rund um die Uhr damit beschäftigt, das Leben seines Herren zu managen: Er fährt Puntila zum Gesindemarkt, um neue Knechte zu kaufen, und in die umliegenden Dörfer zum nächsten Saufgelage. Er ist Puntilas Chauffeur, Knecht und erster Ansprechpartner: sein ›Mädchen für Alles‹. Aber auch wenn reichlicher Alkoholgenuss Puntila in einen menschenfreundlichen Chef verwandelt, kann es zwischen Herrn und Knecht keine Freundschaft geben. Sie sind das, was sie sind, durch die Beziehung zum jeweils anderen. Tritt einer von beiden aus seiner Rolle heraus, gerät das wechselseitige Verhältnis in eine Schieflage. So ist es Matti auch nicht möglich, auf Puntilas ›Schnapsidee‹, ihn mit Eva zu verheiraten, einzugehen. Eva bringt, trotz ordentlicher Mitgift, einfach keine Qualifikationen als Ehefrau eines Arbeiters mit. Alkohol als ›soziales Schmiermittel‹ hat leider eine Halbwertszeit und nüchtern sieht die Welt anders aus, wenn Puntila den Blick über seine Wälder schweifen lässt.

Bertolt Brecht
Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren. Früh begann er, Lieder und Gedichte zu verfassen und sie einem ausgewählten Publikum vorzutragen. 1918 schrieb er sein erstes Drama »Baal«. Er brach sein Medizinstudium ab und wurde freier Schriftsteller und Regisseur. 1933 floh er vor den Nazis ins Exil. Seine Flucht führte ihn über die Schweiz nach Dänemark, Schweden, Finnland und schließlich in die USA. »Herr Puntila und sein Knecht Matti« schrieb Brecht 1940/41 mit Unterstützung der finnischen Dichterin Hella Wuolijoki, auf deren Gut er mit seiner Familie während dieser Zeit in Finnland lebte. Nach dem Krieg gründete er 1949 das Berliner Ensemble, das er bis zu seinem Tod 1956 leitete.

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