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Hiob

Roman eines einfachen Mannes von Joseph Roth in einer Bearbeitung von Matthias Reichwald

Die Familiengeschichte beginnt um 1900. In einem abgeschiedenen russischen Dorf, lebt der Tora-Lehrer Mendel Singer mit seiner Frau Deborah und den Kindern Jonas, Schemarjah und Mirijam. Mendel betrachtet das Leben als Prüfung. Er nimmt Schicksalsschläge mit stoischer Demut hin und verteidigt sie als Teil eines göttlichen Willens, gegen den der Mensch nichts auszurichten hat.
Mit der Geburt seines jüngsten Sohnes Menuchim, der unter Epilepsie leidet, verlässt ihn allmählich das Glück eines bescheidenen Lebens. Nach weiteren Rückschlägen erscheint Mendel die Migration nach Amerika als einziger Ausweg. Dafür muss er jedoch einen hohen Preis zahlen: Menuchim, zu dem er im Laufe der Jahre eine starke Bindung aufgebaut hat, muss zurückgelassen werden. Angekommen in der neuen Welt ist der Leidensweg aber keineswegs beendet, Mendel fühlt sich in der Großstadt New York fremd und heimatlos. Geplagt von Verlusten, scheint auf seiner Familie weiter ein unheilvoller Fluch zu liegen. Derart geprüft und voller Schuldgefühle beginnt Mendel an seinem unerschütterlichen Glauben zu zweifeln.

 

Joseph Roth
Joseph Roth wurde 1894 in Schwabendorf bei Brody in Ostgalizien geboren. In einem bewegenden Leben als Journalist bereiste er die Welt. »Hiob« wurde für Roth 1930 zu seinem ersten literarischen Erfolg. Es folgten unter anderem »Radetzkymarsch« oder »Die Kapuzinergruft«. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten migrierte Roth über Marseille und Nizza schließlich nach Paris. Nach zahlreichen Schicksalsschlägen verfiel er dem Alkoholismus und starb schließlich 1939 in einem Pariser Armenhospital.

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