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Information Wants to be Free

Lucas Svensson

Wir leben in einem digitalen Panopticon. Freiwillig füttern wir täglich die Server dieser Welt mit Unmengen an Daten: privaten, intimen, banalen, belanglosen Informationen und tragen damit zum großen Rauschen im World Wide Web bei. Svenssons Protagonisten durchbrechen diesen privaten Raum von Social Media und dringen in den politischen Bereich des Internets vor: Der Super-Hacker Eli hat zusammen mit David die digitale Informations-Revolution bewirkt und mit einer WikiLeaks-Plattform einen Zugang zu demokratischer Information geschaffen. Djamila ist als französische Intellektuelle mit ägyptischen Wurzeln durch ihre Twitterbeiträge zu den revolutionären Ereignissen auf dem Tahrir-Platz bekannt und durch ein von ihr hochgeladenes Pornovideo, das sie mit einem ägyptischen Journalisten zeigt, berühmt geworden. Alle drei haben die Möglichkeiten des Internets genutzt, ihre Vorstellungen von Demokratisierung im und durch das Netz voranzutreiben. Alle drei haben sich dabei verstrickt.
Was im World Wide Web millionenfach Klicks einbringt kann das Individuum im Privaten zerfressen. Djamila muss schmerzlich erfahren, dass die Botschaft einer friedlichen Revolution, die sie verbreitet hat, ein Netz-Mythos ist, der in der Realität von sexuellen Übergriffen konterkariert wird. David zerbricht an der Flut der Veröffentlichung von ungefilterten Gräueltaten. Ell, Davids Frau, ist es, die in der Vergangenheit ihres Mannes nachforscht und die Verknüpfungen zwischen Eli, Djamila und David aufspürt. In diesem Spannungsfeld von Internet-Aktivismus und dem Privatleben von Svenssons Protagonisten wird deutlich, dass der revolutionäre Glanz der digitalen Welt im hellen Tageslicht schnell verblasst. Dort bleibt nur der nackte Mensch, befreit von seinen virtuell inszenierten Wahrheiten, in der Banalität seiner privaten Unzulänglichkeit.

Lucas Svensson zeichnet in »Information wants to be free« das Bild einer Generation, für die das Internet im Politischen wie im Privaten die entscheidende Größe geworden ist und zeigt, an welchem neuen Gegner wir unsere Vorstellung von Demokratie, Moral und den Wert des einzelnen Menschen als Lebewesen aus Fleisch und Blut messen müssen.
Bitte beachten Sie, dass die Vorstellungen nicht bestuhlt sind | Sie sind dazu eingeladen, sich während der Vorstellung im Raum zu bewegen.

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