Prinzessinnendramen

Der Tod und das Mädchen I-IV
Elfriede Jelinek

Wenn Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek beschließt Prinzessinnen eine Stimme zu verleihen, wachsen die Märchenfiguren zu emanzipierten Frauen heran. Sie nehmen ihr Schicksal nicht billigenden in Kauf, sondern hinterfragen es: Um den Moment des Todes kreisend sucht Jelineks Schneewittchen nach Wahrheit jenseits ihrer Schönheit. Hinter den sieben Bergen findet sie jedoch nur den Tod in Gestalt eines Jägers. Dornröschen erwacht ungeküsst und ist auf der Suche nach sich selbst. Sie findet jedoch nur einen Prinzen, der sich aufgrund seiner vermeintlichen Gabe des Wachküssens für einen Gott hält. Als Klammer blickt Jackie Kennedy auf ihr von Männern und Tod bestimmtes Leben zurück.
Jelinek verwandelt in ihren Textflächen phantastische Märchenvisionen in eine universelle Lebenserfahrung. Das Schicksal der Frauenfiguren wird zum Anlass, um über Wahrheit, Politik, Kunst und Patriachat zu philosophieren. Die Quintessenz ist eine Macht und Mentalitätsgeschichte der Geschlechter; mal bitterernst, mal entlarvend selbstironisch.

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