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Shockheaded Peter

Ein Musical von den Tiger Lillies, Julian Crouch und Phelim McDermott
Musik von Martyn Jacques | Junk-Oper nach Motiven aus »Der Struwwelpeter« von Heinrich Hoffmann | Deutsch von Andreas Marber

Es ist noch nicht allzu lange her, da war eine deutsche Kindheit ohne den »Struwwelpeter« nicht vorstellbar. Die zehn Geschichten des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann entstanden 1844, als dieser als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn ein Bilderbuch erwerben wollte. »Aber was fand ich? Lange Erzählungen oder alberne Bildersammlungen, moralische Geschichten, die mit ermahnenden Vorschriften begannen und schlossen, wie: ›Das brave Kind muss wahrhaft sein‹; oder: ›Brave Kinder müssen sich reinlich halten‹ usw.« Hoffmann kaufte ein leeres Schreibheft und schuf den »Struwwelpeter«. Seinen Geschichten fehlte zwar die moralische Belehrung am Schluss, dafür folgte in ihnen aber die Strafe für Ungehorsam auf dem Fuße und die ist dann nicht von schlechten Eltern. Daumen werden abgeschnitten, Pauline verbrennt, Friederich wird gebissen.
Als Erziehungsmethode hat die Schwarze Pädagogik mittlerweile ausgedient und so verschiebt die Junk-Oper der Tiger Lillies die Perspektive auf diesen Stoff: Das, was es als Ungezogenheiten im »Struwwelpeter« auszutreiben gilt, das wird zu einem anarchischen Potential, zu einer Triebfeder des Erlebens der Welt als abenteuerlichen Kosmos, den es auch musikalisch zu entdecken gilt.

 

The Tiger Lillies
Hinter dem Namen »The Tiger Lillies« verbirgt sich eine dreiköpfige Band um den britischen Songwriter Martin Jacques, in deren Musik sich Zirkusklänge mit Punk vereinen, aber auch Anklänge an die Varietés der 1920er Jahre ebenso zu finden sind wie Anlehnungen an Kurt Weill.

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