Audiowalk • neunzehnhundertzweiundvierzig MemoRails Göttingen

Ein Rechercheprojekt von Gernot Grünewald • Uraufführung
dt.x
Premiere 29. August 2026
Dauer 90 Minuten
01.11
So
15:15-16:45 Uhr
15.11
So
15:15-16:45 Uhr
Das Rechercheprojekt »neunzehnhundertzweiundvierzig MemoRails Göttingen« ist ein gefördertes Projekt – MemoRails ist ein Drittmittelprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ). Es richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland, die auf kreative und zeitgemäße Art und Weise an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Folgen an Bahnhöfen in Deutschland erinnern.

Informationen zum Audiowalk: Der Audiowalk führt quer durch die Stadt und folgt Stationen, die auch Anna Rosenberg gegangen sein könnte. Die Route führt vom Theater (Satellit) bis zur Probebühne des Deutschen Theaters in der Güterbahnhofstraße 10. Der Weg ist nicht barrierefrei und dauert ca. 60 Minuten. Für den Weg denken Sie, je nach Wetterlage, an wetterfeste Kleidung. Es wird in Gruppen gelaufen, bitte daher keine Fahrräder mitnehmen.
Am 21. Juli 1942 macht sich eine Gruppe von 50 Menschen vom Albaniplatz zum Bahnhof auf. Es sind bis auf wenige Ausnahmen die letzten Göttinger Jüdinnen und Juden, die in der Stadt verblieben sind und die jetzt über Hildesheim und Hannover nach Theresienstadt deportiert werden. Eine von ihnen ist die 84 jährige Anna Rosenberg. In seinem Rechercheprojekt lässt uns der Autor und Regisseur Gernot Grünewald in einem Audiowalk den letzten Weg dieser Frau noch einmal gehen. Er befragt den Beginn von Ausgrenzung und Gewalt, zieht Parallelen ins Heute und erzählt die Geschichte einer Familie und mit ihr eine von Entrechtung, Emigration und Vernichtung. Die Gegenwart wird dabei permanent mit Vergangenheit überschrieben und so anders und neu reflektierbar gemacht.

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