Wer kennt es nicht? Das vermeintlich zielsichere Navigationssystem von Google oder Apple führt einen zielsicher nicht dahin, wo man hin wollte. So geht es auch Nelly und Mark. Ganz sicher wollten sie nämlich nicht in dieses alte verfallene Schloss in der rumänischen Pampa. Und das nicht nur im örtlichen Sinne. Doch nun sind sie einmal da und werden von Igor und eingängigen Pop Songs willkommen geheißen, bevor sich der Hausherr Dracula die Ehre gibt. Ziemlich alt und verbraucht sieht er aus. Was allerdings kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass er schon seit 750 Jahren lebt (naja, was man so leben nennt) und sich unterdessen nur noch von minderwertigem Blut ernähren kann, weil das heutzutage mit ziemlich viel Medikamenten versaut ist. Aber Dracula und sein Diener Igor haben eine für die Lebenden weder leichte noch verzichtbare Aufgabe zu wuppen: Sie verwahren sämtliche untote Diktatoren der Weltgeschichte von Dschingis Khan bis Nicolae und Elena Ceaușescu. Es beginnt für alle eine Nacht voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, die der Menschheit (fast) das Leben kostet. Peter Jordans Dracula Version blickt mit absurdem Humor, entlarvender Bissigkeit und fulminanter Pop-Musik auf den ewig untoten Titelhelden und weist ihm treffsicher einen verblüffenden Platz in der Gegenwart zu.