Paris danach

Laurent Gaudé • Deutsch von Margret Millischer • Deutschsprachige Erstaufführung
dt.1
Premiere 24. Oktober 2026
24.10
Sa
19:45-19:45 Uhr
26.10
Mo
19:45-19:45 Uhr
14.11
Sa
19:45-19:45 Uhr
20.11
Fr
19:45-19:45 Uhr
16.12
Mi
19:45-19:45 Uhr
29.12
Di
19:45-19:45 Uhr
15.01
Fr
19:45-19:45 Uhr
11.02
Do
19:45-19:45 Uhr
17.02
Mi
19:45-19:45 Uhr
05.03
Fr
19:45-19:45 Uhr
Der Vorverkauf für die Spielzeit 26/27 beginnt am 10.07.2026.

1972 in Paris geboren, war Laurent Gaudé nach einem Literaturstudium als Dozent an der Sorbonne tätig. Als freier Autor hat er neben Theaterstücken Erzählungen, Romane und Essays veröffentlicht. 1997 verfasste er sein erstes Theaterstück und schreibt seitdem kontinuierlich für die Bühne. Das Theaterstück »Combat de Possédés« wurde auch ins Deutsche übersetzt und 2000 als »Kampfhunde« im Schauspiel Essen uraufgeführt. Paralleldazu hat er 2001 seinen ersten Roman »Cris« veröffentlicht. Sein zweiter Roman »Le soleil des Scortain« (»Die Sonne der Scorta«) wurde 2004 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. »Terrasses« (»Paris danach«) wurde 2024 im Théâtre de la Colline in Paris uraufgeführt.
Ein milder Herbstabend in Paris: Eine junge Frau ist voller Vorfreude auf ein Wiedersehen mit ihrer Geliebten. Zwillingsschwestern sind verabredet, um ihren 30. Geburtstag gemeinsam zu feiern. Eine junge Mutter ist im Streit mit ihrem Mann von zu Hause weggegangen, um sich ausgelassen tanzend auf einem Konzert wieder lebendig zu fühlen. Viele sitzen draußen in den Cafés, in den Straßen, unterhalten sich angeregt, trinken etwas, lachen laut und feiern das Leben. Doch plötzlich fallen Schüsse, Menschen sinken zu Boden, Chaos, Entsetzen… Etwas später eine Explosion vor dem Fußballstadion während des Spiels Deutschland Frankreich, Maschinengewehrsalven bei einem Konzert im Bataclan – von einem Anschlag, einem Attentat ist die Rede. Ein Gefühl unkontrollierbarer Gefahr zieht sich rasend schnell durch die ganze Stadt.
Laurent Gaudé hat einen vielstimmigen Choral über die grausamen Geschehnisse des 13. November 2015 geschrieben, der nicht nur den Geschichten der Opfer Gehör verschafft, sondern auch denen, deren Leben in dieser Nacht für immer verändert wurde: Einsatzkräfte, Angehörige, die über Stunden versuchten, ihre Liebsten zu erreichen. Er hat das kollektive Trauma dieser Nacht in ein überwältigend-intensives Theaterstück überführt, das neben dem Unmenschlichen auch dem heilsam Menschlichen Raum und uns Hoffnung gibt.