Emily Brontë wurde 1818 in Thornton, Yorkshire, geboren und verstarb bereits 1848 in Haworth, Yorkshire, mutmaßlich an einer Lungenentzündung. Gemeinsam mit ihren Geschwistern Charlotte, Branwell und Anne schrieb sie bereits im Kindesalter Geschichten über das fiktive Traumreich Gondal sowie Gedichte. 1846 veröffentlichten die drei Schwestern einen Gedichtband unter den männlichen Pseudonymen Ellis, Acton und Currer Bell. Emily nutzte dieses Pseudonym, Ellis Bell, auch, um 1847 ihren einzigen Roman zu veröffentlichen, »Wuthering Heights« (»Sturmhöhe«), welcher heute als Klassiker der englischen Literatur gilt.
Auf einer Anhöhe stehend, umgeben von der Moorlandschaft im englischen Yorkshire, peitscht der Wind unerbittlich um das einsame Anwesen, das Anwesen mit dem Namen Wuthering Heights. Sein Besitzer ist der gutmütige Mr. Earnshaw. Er lebt zunächst mit seinen Kindern Catherine und Hindley auf Wuthering Heights, doch schon bald bringt er auch den Waisenjungen Heathcliff auf sein Gut. Der Junge wirkt zügellos und wird insbesondere von Hindley nur widerwillig in die Familie aufgenommen. Doch zwischen der jungen Catherine und Heathcliff entsteht schnell eine Liebe, die für sie nicht weniger bedeutet als Seelenverwandtschaft. Es sind jedoch die Schranken der Gesellschaft und die Abgründe des eigenen Stolzes, die die beiden Jugendlichen auseinandertreiben. Angespornt von hemmungsloser Wut kehrt Heathcliff einige Jahre später zurück, um sich an all jenen zu rächen, die seinem Glück im Weg standen. Emily Brontës einziger Roman, schon längst ein Klassiker der englischen Literatur, erzählt eine packende, sowie Zeit, Moral und Stand überdauernde Liebesgeschichte, die nach und nach auch dunkle Seiten wie Obsession, Rache und Tragödie enthüllt.