Am Boden

George Brant
dt.2
Premiere 03. Juni 2022
Dauer 90 Minuten
Deutsch von Henning Bochert
Als die junge Kampfjetpilotin schwanger wird, muss sie ihre Karriere in der Luft aufgeben. Drei Jahre später, nach ihrer Rückkehr zum Militär, hat sich die Kriegsführung jedoch grundlegend verändert. Anstatt einer F-16 steuert sie nun eine Drohne aus einem klimatisierten Container mitten in der Wüste Nevadas. Der Spagat zwischen Kleinstadt-Idylle und dem ferngesteuerten Töten wird schnell zur Belastung. »Am Boden« ist ein Psychodrama, das die Frage nach Konsequenzen und Verantwortung in einem Krieg stellt, in dem ein Knopfdruck am anderen Ende der Welt ausreicht, um Menschen auszulöschen.

Zum Autor George Brant
George Brant, in Park Ridge, Illinois, geboren ist ein amerikanischer Autor und Dramatiker. Brant studierte an der Northwestern University und am Michener Center for Writers an der University of Texas. Sein meist gespieltes Stück »Am Boden« (engl. »Grounded«) wurde 2013 am San Francisco Playhouse uraufgeführt und 2015 am Düsseldorfer Schauspielhaus zum ersten Mal auf Deutsch gezeigt. »Am Boden« erhielt 2012 den Smith Preis für Neue Stücke und 2013 den Fringe First Award beim Edinburgh Fringe Festival.
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Pressestimmen

Kampfmaschine und Mutter »Jenny Weichert spielt diese Pilotin zwischen Heldentum und posttraumatischer Belastungsstörung. In 90 Minuten durchlebt sie diesen Wandel von der so selbstbewussten und unerschütterlichen Elitesoldatin bis hin zur zweifelnden Mutter, deren Wirklichkeit sich nach und nach auflöst … Jetzt hat Johanna Schwung einen berührenden Abend inszeniert.«
Peter Krüger-Lenz, Göttinger Tageblatt 7.6.2022

Am Boden kommt der Krieg viel näher »Das Psychodrama ›Am Boden‹ hatte jetzt im Deutschen Theater Göttingen Premiere – eine überzeugende Inszenierung ... Das Kriegsdrama von George Brant in der Inszenierung von Johanna Schwung spielte Jenny Weichert überzeugend ... Jenny Weichert als die Kampfpilotin leistet an diesem Abend Großes. Überzeugend spielt sie die junge Frau, die in ihrem ›Tiger‹ in das Blau des Himmels eintaucht.«
Ute Lawrenz, hna.de 7.6.2022

Schuldig genug »Das Stück ist auf allen Ebenen gelungen. Ton, Bühnenbild und Licht nehmen eine*n mit, wenn die Pilotin fliegt oder vor dem Monitor sitzt. Symbolik, wie ihr Militäranzug oder der auf der Bühne angebrachte Fallschirm, wird geschickt eingesetzt. Die Sprache ist klar und direkt, die unverkennbar amerikanischen und selbst die teils derben Ausdrücke der Pilotin fügen sich stimmig in das Gesamtbild ein. Das Highlight des Stücks ist aber ganz zweifelsfrei die Leistung von Jenny Weichert. Die von ihr über die gesamte Zeit als Solo-Schauspielerin aufrecht erhaltene Präsenz hinterlässt eine*n nachhaltig beeindruckt. Erwartet man von einer Kampfjetpilotin wohl ein Höchstmaß an Konzentrationsfähigkeit und körperlicher Ausdauer, steht Weichert ihrer Figur insoweit in nichts nach. ›Am Boden‹ ist eine grandiose Leistung aller Beteiligten und definitiv sehenswert.«
Maren K. Wöbbeking, Litlog, 20.6.2022

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