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Der Riss durch die Welt

170 Fragmente einer gescheiterten Unterhaltung von Roland Schimmelpfennig

Hoch oben, dem Himmel so nah, hat sich Tom, der sein Vermögen mit Mobilfunknetzen verdient hat, ein imposantes Refugium geschaffen. Erlesene Architektur, unberührte Natur, spektakuläre Aussicht und, als Gipfel des Luxus’, kein Handyempfang. Hier lebt er mit seiner deutlich jüngeren Frau Sue, unbehelligt von den Notwendigkeiten des Alltags und den gesellschaftlichen Verwerfungen, die sich in den Häuserschluchten der Stadt tief unten abspielen. Aus deren Ghettos sind die erfolgreiche Künstlerin Sophie und ihr Begleiter Jared heraufgestiegen, vielleicht um Tom als Finanzier für eines ihrer Projekte zu gewinnen. In der erlesenen Umgebung der Bergresidenz drehen sich die Gespräche des Quartetts um Kunst, moderne Sklaverei, den Riss, der durch die Gesellschaft geht. Doch die Erhabenheit des Ortes scheint die Themen zu marginalisieren. Dafür drängen sich Albträume, bedrohliche Visionen und irrationale Angstzustände in die Gesprächslücken. Welche Kräfte entfalten an diesem Ort der Selbstgewissheit ihre bedrohliche Wirkung?

Roland Schimmelpfennig
Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, arbeitete zunächst als Journalist. Nach einem längeren Türkeiaufenthalt studierte er Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seit 1996 ist er als freier Autor tätig, seit 2000 schreibt er Theaterstücke. Es entstanden Auftragsarbeiten für nahezu alle großen Theater im deutschsprachigen Raum, aber auch für Bühnen in Kopenhagen, Stockholm, Toronto und Tokyo. Für »Der goldene Drache« erhielt er 2010 den Mülheimer Dramatikerpreis. Sein Roman »An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts« war 2016 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Schimmelpfennig lebt in Berlin und Havanna.

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