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Warten auf Godot

Von Samuel Beckett
Deutsch von Elmar Tophoven

Eine leere Landschaft, darin ein kahler Baum, zwei abgerissene Gestalten. Und jede Menge Zeit. Zeit, die es zu füllen gilt, ganz ohne Netz, ohne Smartphone. Seit 1952 warten Vladimir und Estragon gemeinsam auf den mysteriösen Herrn Godot, zwei am Straßenrand gestrandete Tramps, die im Wesentlichen die Hoffnung verbindet, dass sich ihr Leben durch das Erscheinen Godots verändern wird. Doch statt Godot kommen nur der autokratische Landbesitzer Pozzo und sein Diener Lucky vorbei. Lucky immerhin beherrscht die Kunst des lauten Denkens und sorgt mit einer Rede, in der Gott, die Welt und die Kunst zur Bedeutungslosigkeit herabgewürdigt werden, für Abwechslung. Ein virtuoser Beweis, dass weder Theologen noch Intellektuelle, noch Künstler die existenziellen Fragen des Menschseins beantworten können. Der Herr und sein Diener haben sich eingerichtet in einem Materialismus, der die Frage nach einem höheren Sinn des Lebens für obsolet erklärt. Für sie zählen nur Besitz und die damit verbundenen Machtstrukturen. Zwar gibt es auch für Vladimir und Estragon keinen Beweis für die Sinnhaftigkeit ihrer Existenz, aber in ihrem Warten manifestiert sich ein Rest von Hoffnung, diese doch noch erfahren zu können. So werden sie zu Protagonisten einer Tragikomödie.

Samuel Beckett
Als Ire mit Wahlheimat Frankreich vereint Samuel Beckett (1906-1989) den hintergründigen Humor der grünen Insel und die intellektuelle Brillanz der Grande Nation. Schon in den 1950er-Jahren irritierte er das Publikum mit Stücken, in denen die Schauspieler*innen in Tonnen oder Sandbergen fixiert waren oder sich dem übermäßigen Genuss von Bananen hingaben. Sein Theater tendiert zur Performance in einer Zeit, in der Perfomance als Kunstaktion noch gar nicht erfunden war. Sein Name ist untrennbar mit dem Begriff des Absurden Theaters verbunden. 1969 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

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