Früchte des Zorns

Nach dem Roman von John Steinbeck
dt.1
Premiere 05. November 2022
Dauer 100 Minuten
John Steinbeck, 1902 in Kalifornien geboren und 1968 gestorben in New York, war ein unermüdlicher Porträtist derjenigen, für die sich der American Dream nicht einlöste. In seinen Reportagen und Romanen erzählt er einfühlsam und anschaulich von den Folgen der Großen Depression für das Leben der kleinen Leute und machte sich damit nicht nur Freunde. Er wurde als Autor gefeiert und u. a. mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, gleichzeitig wurden seine Werke, auch »Früchte des Zorns«, aus den amerikanischen Bibliotheken verbannt, weil seine authentische Erzählweise und sein Kampf für soziale Gerechtigkeit als Angriff auf den ›American Way of Life‹ verstanden wurden. 1962 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
Sengende Hitze hat in den dreißiger Jahren die fruchtbaren Böden Oklahomas ausgetrocknet. Der verdorrte Weizen auf den endlosen Feldern bietet keinen Schutz vor den Stürmen, die über das Land hinwegfegen, und die Erde einfach wegtragen. Die Sandstürme, Folge des jahrelangen Anbaus von Weizen als Monokultur, haben in Amerika die großen Ebenen in eine ›Dust Bowl‹ verwandelt. Die Wirtschaftskrise wird duch die Naturkatastrophe verschärft. Unzählige Farmer verlieren ihr Land und reihen sich ein in den Treck gen Westen, um in Kalifornien als Erntehelfer zu überleben. Die größte inneramerikanische Migrationsbewegung der Geschichte hat eingesetzt. Die Kalifornier fühlen sich vom endlosen Strom der Arbeitsuchenden bedroht, es kommt zu Übergriffen, sie werden in eilig eingerichteten Lagern festgesetzt. Ihre Lage wird immer hoffnungsloser. Steinbecks Roman »Früchte des Zorns« begleitet die Joads bei ihrem verzweifelten Kampf gegen die Ausweglosigkeit und den Zerfall ihrer Familie.