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Früchte des Zorns

Nach dem Roman von John Steinbeck

Sengende Hitze hat in den dreißiger Jahren die fruchtbaren Böden Oklahomas ausgetrocknet. Der verdorrte Weizen auf den endlosen Feldern bietet keinen Schutz vor den Stürmen, die über das Land hinwegfegen, und die Erde einfach wegtragen. Die Sandstürme, Folge des jahrelangen Anbaus von Weizen als Monokultur, haben in Amerika die großen Ebenen in eine ›Dust Bowl‹ verwandelt. Die Wirtschaftskrise wird duch die Naturkatastrophe verschärft. Unzählige Farmer verlieren ihr Land und reihen sich ein in den Trek gen Westen, um sich in Kalifornien als Erntehelfer zu überleben. Die größte inneramerikanische Migrationsbewegung der Geschichte hat eingesetzt. Die Kalifornier fühlen sich vom endlosen Strom der Arbeitsuchenden bedroht, es kommt zu Übergriffen, sie werden in eilig eingerichteten Lagern  festgesetzt. Ihre Lage wird immer hoffnungsloser. Steinbecks Roman »Früchte des Zorns« begleitet die Joads bei ihrem verzweifelten Kampf gegen die  Ausweglosigkeit und den Zerfall ihrer Familie.

John Steinbeck
(1902 bis 1968) war ein unermüdlicher Porträtist derjenigen, für die sich der American Dream nicht einlöste. In seinen Reportagen und Romanen erzählt er einfühlsam und anschaulich von den Folgen der Großen Depression für das Leben der Kleinen Leute und machte sich damit nicht nur Freunde. Er wurde als Autor gefeiert und u.a. mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, gleichzeitig wurden seine Werke, auch »Früchte des Zorns«, aus den amerikanischen Bibliotheken verbannt, weil seine authentische Erzählweise, sein Kampf für soziale Gerechtigkeit als Angriff auf den American Way of Life verstanden wurden. 1962 erhielt der den Nobelpreis für Literatur.

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