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Vögel

Von Wajdi Mouawad
Aus dem Französischen von Uli Menke

In einer amerikanischen Universitätsbibliothek verlieben sich Wahida und Eitan ineinander. Sie Amerikanerin arabischer Abstammung, er Deutscher und jüdischen Glaubens. Sie promoviert über einen mittelalterlichen arabischen Diplomaten, der unter Zwang zum Christentum konvertierte, er studiert Genetik. Für sie spielt sich das Leben in einem Kontinuum von Erfahrung ab, für ihn ist es eine Aneinanderreihung von Zufällen. Auf einer gemeinsamen Reise in den Nahen Osten werden sie Opfer eines Attentats, bei dem Eitan schwer verletzt wird. Seine herbeigeeilte Familie bringt aber nicht nur Trost ans Krankenbett, mit ihr treten all jene Probleme zutage, die eine Liebe über die Grenzen zweier verfeindeter Kulturen mit sich bringt. Das junge Paar, das sich bisher unangefochten in einer globalisierten akademischen Welt bewegte, entdeckt, dass sich das Leben nicht nur im hier und jetzt abspielt. Sie realisieren, dass es Bindungen gibt, die weit in die Vergangenheit reichen und zerstörerische Kräfte freisetzen können.

Mouawad schrieb eine moderne Version von »Romeo und Julia«, in der die Liebenden sich nicht mehr gegen atavistische Familienclans behaupten müssen. Seinem Liebespaar stellt ich in einer scheinbar grenzenlosen Welt die Frage, ob man der eigenen Geschichte entfliehen kann und soll.

Wajdi Mouawad
Im Libanon geboren (1968), floh Wajdi Mouawad im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Frankreich, das ihnen 1983 das Bleiberecht entzog. Die Familie zog weiter nach Kanada, das so zur Heimat für einen der spannendsten Theatermacher der Gegenwart wurde. Er gründete eine eigene Gruppe, wurde Theaterleiter und schlug schließlich wieder einen Bogen über den Atlantik mit der Gründung eines kanadisch-französischen Theaterprojekts, mit dem er seine Stücke entwickelt.
Seit 2016 ist Mouawad als Leiter des Théâtre national de la Colline zurück in Paris. In seinen Werken treffen die Kulturen des Orients, der Alten und der Neuen Welt aufeinander und eröffnen neue poetische Räume.

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