YESTERDAY RELOADED

Ein afd-projekt von Gernot Grünewald

»Zukunft gestalten« lautete einst ein Wahlslogan. Damals, als eindeutige Mehrheiten bei Wahlen noch als normal galten und schlimmstenfalls zwei Parteien eine Koalition bilden
mussten, um zu regieren. Mittlerweile haben die klassischen Volksparteien dramatisch an Bedeutung verloren, vielleicht auch, weil ihr Wille zur Gestaltung der Zukunft sich auf den
Erhalt des Status quo beschränkt. Während ein Teil der Politik offenbar den Glauben daran verloren hat, dass es möglich sein könnte, das Wahlvolk für ein Projekt Zukunft zu begeistern,
punkten Populisten, indem sie den Wähler*innen vorgaukeln, das Heil läge in der Vergangenheit. Einer zunehmend unübersichtlichen Gegenwart begegnen sie mit einem Gesellschaftsbild, das sich an der Bundesrepublik der 60er-Jahre orientiert.
Aber wie soll sie aussehen, die schöne alte – neue Welt? Wir recherchieren in Parteiprogrammen, auf Internetseiten, in Tweets und Posts und versuchen uns ein Bild von der Welt zu machen, die uns die Populist*innen als Zukunft verkaufen.

Gernot Grünewald
1978 in Stuttgart geboren, studierte Gernot Grünewald Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und Regie an der Theaterakademie Hamburg. Mit seiner
Inszenierung »Dreileben – Ein Projekt über das Sterben« gewann er den Preis des Körber Studios junge Regie, war für den deutschen Theaterpreis Faust nominiert und gewann mit
einer Arbeit über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge den Kurt-Hübner-Regiepreis. Immer wieder versucht er, sich in seinen projektorientierten Arbeiten gesellschaftsrelevanten Themen der Gegenwart anzunähern. Er arbeitet u. a. am Deutschen Theater Berlin, Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Stuttgart und dem Nationaltheater Mannheim.
Für das Deutsche Theater Göttingen erarbeitete er bereits das Projekt »Zeit bezeugen – Kindheit in der NS-Zeit«.

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