Nichts. Was im Leben wichtig ist

Von Janne Teller
Bühnenfassung von Andreas Erdmann nach der deutschen Übersetzung von Sigrid C. Engeler

Am ersten Schultag nach den Sommerferien steht der Schüler Pierre Anthon auf, sagt »Nichts bedeutet irgendetwas. Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden« und begibt sich auf einen Pflaumenbaum, um dort nie wieder herunterzusteigen. Das wollen seine Klassenkamerad*innen nicht akzeptieren und da sie nicht darauf hoffen, bei den Erwachsenen Unterstützung zu bekommen, beschließen sie, mit ihren Mitteln Pierre Anthon wieder zurückzuholen. Mit dem Werfen von Steinen kommen sie nicht weiter und so starten sie den Versuch, ihn davon zu überzeugen, dass es sehr wohl Dinge von Bedeutung gibt. Jede*r möge einen für ihn bedeutsamen Gegenstand bringen und so kommen eine Puppe, ein Fußball oder ein Paar neue Sandalen ins Spiel. In der Diskussion darum, was eine tatsächliche Bedeutung hat und was nur vorgeschoben wird, entzündet sich eine heftige Debatte, in der es auch um das Verlieren der Unschuld und einen verstorbenen Bruder geht. Eine Spirale von Gewalt, Aggression und Angst setzt sich in Gang, die die ganze Gruppe erfasst und die der Frage nach der Bedeutung von etwas eine ganz eigene Radikalität verleiht.
Janne Tellers Jugendroman, der beim Erscheinen im Jahr 2000 große Debatten auslöste, entwirft ein Szenario, in dem Fragen nach Verantwortung, Bedeutung, Werte und Gruppendynamiken gestellt werden.

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