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Woyzeck

Nach dem Stück von Georg Büchner
Song und Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Konzept von Robert Wilson
Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens
Die Band ›Bloody Blades‹ spielen unter Michael Freis musikalischer Leitung

Als Soldat gehört Woyzeck zum unteren Ende der Gesellschaft. Gehorsam verrichtet er alle Gelegenheitsarbeiten, die ihm sein Hauptmann aufträgt und lässt die Experimente des Doktors über sich ergehen. Verliebt in Marie kämpft er um eine Existenz und sorgt sich um das gemeinsame uneheliche Kind. Die Erschöpfung durch das rastlose Arbeiten schlägt sich jedoch bald nieder und Woyzeck scheint der Verstand zu entschwinden. Als der Tambourmajor und Marie sich nahekommen, begeht Woyzeck schließlich eine verhängnisvolle Tat. Georg Büchners Dramenfragment aus dem Jahr 1836 beruht nicht nur auf historischen Vorbildern, sondern beschreibt die prekäre Lebenswelt einer Unterschicht, die vom guten Willen der Bessergestellten abhängig gemacht wurde. Büchner zeichnet aber auch zutiefst menschliche Figuren, die an sich selbst scheitern. Obsession und Wahnsinn, Leben und Tod flirren in den Dialogen kunstvoll mit. Wie viel Moral kann sich der Mittellose leisten? Dem amerikanischen Musiker Tom Waits gelang eine furiose Vertonung des Sozialdramas. Sein Soundtrack lässt tief in das Innenleben der Figuren blicken, aggressive Rhythmik und romantische Melodien spiegeln das menschliche Leid von Büchners Figuren wider.

Georg Büchner
Am 17. Oktober 1813 in der Nähe von Darmstadt geboren gilt Georg Büchner als Begründer des literarischen Expressionismus. Schon während seines naturwissenschaftlichen Studiums politisierte er sich und musste als Verfasser einer revolutionären Flugschrift 1835 nach Straßburg fliehen. Seine revolutionären Tendenzen finden sich ebenfalls in seinem Dramendebüt »Dantons Tod« wieder, welches im selben Jahr erschien. »Woyzeck« blieb ein Fragment, nachdem Büchner bereits 1837 an den Folgen einer Typhuserkrankung starb und wurde erst im Jahre 1913 uraufgeführt.

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