Der große Gatsby

Eine Vaudeville-Show nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald
dt.1
Premiere 27. Januar 2024
Dauer 160 Minuten
23.10
Mi
19:45-22:25 Uhr
02.11
Sa
19:45-22:25 Uhr
30.11
Sa
19:45-22:25 Uhr
18.01
Sa
19:45-22:25 Uhr
F. Scott Fitzgerald, 1896 in Minnesota geboren und 1940 in Hollywood gestorben, war zu Lebzeiten der festen Überzeugung, dass er sein Ziel, ein berühmter Schriftsteller zu werden, verfehlt habe. Nach seinem fulminanten Debut mit »Diesseits vom Paradies« konzentrierte sich das Interesse der Öffentlichkeit mehr auf das glamouröse Leben, das er und seine Frau Zelda während der 1920er-Jahre führten. »Der große Gatsby« erschien 1925 mit mäßigem Erfolg. Fitzgeralds Alkoholismus und die psychische Erkrankung seiner Frau belasteten nicht nur ihre Ehe, sondern auch seine literarische Arbeit. Erst drei Jahre vor seinem Tod begann er wieder, regelmäßig zu schreiben. In den 1940er-Jahren erlebte sein Werk eine Renaissance und heute ist unbestritten, dass er einer der bedeutendsten Autoren seiner Zeit war.
Für den Sound des New York der 1920er-Jahre hatte F. Scott Fitzgerald ein untrügliches Gespür. Im 1922 erschienenen Band »Geschichten aus der Jazz-Ära« hat er Klang und Stimmung dieser Zeit kongenial in Sprache umgesetzt. Aber auch im drei Jahre später erschienen Roman »Der große Gatsby« ist der Jazz immer spürbar. Deshalb werden Live-Musik und Choreografie eine große Rolle spielen in dieser Geschichte, die direkt hineinführt in eine Welt, in der Exaltiertheit und echte Gefühle, Geschäft und Kriminalität, Schein und Wirklichkeit nicht immer klar zu trennen sind. Der junge Nick Carraway lässt sich auf Long Island nieder, um im nahen New York eine Karriere als Broker zu starten. So wird er Nachbar eines mysteriösen Mannes, der allein in einem spektakulären Anwesen lebt, und Zaungast von dessen extravaganten Partys, auf denen sich die exzentrische New Yorker Society tummelt, ohne je ihrem Gastgeber von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Um Jay Gatsbys Leben und sein immenses Vermögen ranken sich mehr Gerüchte als Fakten bekannt sind. Eines Tages erhält Carraway eine formvollendete Einladung zur nächsten Party und zu seinem größten Erstaunen sieht er sich plötzlich seinem geheimnisvollen Gastgeber gegenüber. Schnell wird klar, die Begegnung ist kein Zufall, sondern Teil eines Plans, der Gatsby eine Wiederbegegnung mit seiner großen Jugendliebe Daisy bescheren soll, die eine Cousine Carraways ist und, mittlerweile verheiratet, auf der anderen Seite der Bucht lebt. Als sich Gatsbys Traum schließlich erfüllt und er die Angebetete trifft, erfährt die Geschichte eine tragische Wendung ...
Das Deutsche Theater Göttingen entführt Sie nach Amerika in den Zwanzigerjahren. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs hat in den Metropolen die große Party begonnen. Alkohol ist offiziell verboten, fließt aber reichlich in den Hinterzimmern der Kneipen und auf den Landsitzen der Reichen. Er beflügelt die Sinne ebenso wie der Jazz, der gerade seinen Siegeszug antritt. Mit sattem Big-Band-Sound, opulenten Choreografien und zahlreichen Gesangsnummern wird F. Scott Fitzgeralds großer Roman aus dem Jazz-Zeitalter auf der Bühne lebendig!



gefördert durch
Förderverein Deutsches Theater in Göttingen e.V.

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Pressestimmen

Der Sexappeal der Melancholie »Fulminantes Theaterereignis … Eine gesanglich, tänzerisch und musikalisch großartige Leistung des großen Ensembles … Nach drei Stunden reißt es die knapp 500 Zuschaer im ausverkauften Deutschen Theater Göttingen direkt von ihren Plätzen zum Applaus im Stehen … Ein Stadttheater muss erstmal ein Ensemble haben, das so kompromisslos singen und tanzen kann. Respekt! Das Ergebnis ist überaus gelungen und reißt die Zuschauer immer wieder zu Szenenapplaus hin.«
Bettina Fraschke, HNA 29.1.2024

Ein zerplatzter amerikanischer Traum »Die Zuschauer erwartete ein unterhaltsamer Abend … mit einer opulenten Musikshow und zahlreichen Choreografien ... Die Bigband unter der Leitung von Michael Frei und die Choreografien, bei denen das Ensemble von einer Tänzerin und drei Tänzern unterstützt wurde, schaffen es wunderbar, die Dekadenz der 1920er-Jahre einzufangen … Das Ziel der Inszenierung, das Publikum mit einer prächtigen Musik- und Tanzshow zu unterhalten, gelingt an dem Abend sehr gut. Ein ausverkauftes Haus und Standing Ovations fast aller Gäste unterstreichen dies.«
Clara Hörschler, Göttinger Tageblatt 29.1.2024

Win when you’re swinging »An diesem Abend wird aus dem recht simplen Bühnenbild von Ute Radler viel gemacht: Eine Dreh-bühne und sechs glänzende Stelen bilden das Grundgerüst für die sehr musikalische und temporeiche Vorstellung, die ja auch als »Vaudeville-Show« angekündigt worden ist. Eine variable Beleuchtung, die Beweglichkeit der Kulissen und zusätzlich herabsenkbare Lichtschläuche sorgen für größtmögliche Abwechslung auf der Bühne … Das Publikums zeigte sich beim Schlussapplaus ordentlich zufrieden – das Parkett leistet geschlossen stehende Ovationen ... Viele Regieeinfälle funktionieren. Dass vier Tänzer*innen die Vorstellung begleiten, sorgt für viel Freude. Dass als Ergänzung zum Bühnengesche-hen auch mit Video gearbeitet wird, sorgt für gelungene Akzente ... Michael Freis Musikauswahl von ›Minnie The Moocher‹ bis ›Puttin‘ On The Ritz‹ passt nicht nur prima zu den jeweiligen Szenen, sondern unterstreicht auch die Charaktereigenschaften der Figuren, die sie singen, ideal … Die gesanglich stärkste Leistung des Abends gehört Katharina Pittelkow, die der Catherine zu einem nie dagewesenen Glanz verhilft. Die vier Tänzer*innen machen einen ebenso spektakulär guten Job wie »Alexander’s Ragtime Band«, die den Abend nicht nur untermalt, sondern äußerst sicher und aktiv mitgestaltet. Es gibt was zu gucken und zu hören in Göttingen: Mit ›Der große Gatsby‹ dürfte das Deutsche Theater einen neuen Publikumsrenner im Angebot haben. Zurecht: Ein Sprechtheater, das Musik so professio-nell auf die Bühne bringt, ist selten.«
Marcel Lorenz, unddasleben.com, 29.1.24

Ein Fest für die Sinne »Mit Erfolg endet die Premiere … Unter der Regie von Katharina Ramser wurde die Vaudeville-Show nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald aufgeführt, die das Publikum für rund 150 Minuten in ihren Bann zieht … Hier fließt alles zusammen: tolles Kostümdesign, geniales Bühnenbild, faszinierende Choreographien und die Talente der Darsteller*innen. Moritz Schulze brilliert als Nick Carraway, der durch die Aufführung führt … Als Gaia Vogel Daisy Buchanans wohl berühmteste Aussage macht – »Das ist noch das Beste, was ein Mädchen auf dieser Welt sein kann, ein hübsches, kleines Dumm-chen« –, wird aber klar, dass ihre Daisy keine passive, säuselnde Carrey Mulligan ist. Ihre Version ist markanter und präsenter, ihre Entscheidungen wirken umso einschneidender … Auch Golferin Jordan Baker (Nathalie Thiede) und Myrtle Wilson (Tara Helena Weiß), die Geliebte von Daisys Ehemann Tom Buchanan (Christoph Türkay), glänzen im Scheinwerferlicht. Schnell rücken Luhrmanns Film und die Buchvorlage in den Hintergrund … Für Gatsbys Feier singt Katharina Pittelkow ›Puttin’ On The Ritz‹, opulente Dekadenz und hedonistische Stimmung schwappen in den Zuschauersaal. Die herausfor-dernde Choreographie von Valentí Rocamora i Torà, die stellenweise an Burlesque und ›Cabaret‹ erin-nert, beweist das Können der Darsteller*innen … Es ist ein Fest für die Sinne, den Partygästen der 1920er-Jahre beim Singen und Tanzen zuzusehen, in Begleitung von einer Jazz-Band auf der gut aus-gestatteten Bühne. Highlight ist unter anderem Volker Muthmann als Mr. Wolfshiem, der im Pelzmantel ›Man with the Hex‹ singt – umgeben von Tänzer*innen … Stets bleibt jedoch eines präsent: Der schö-ne Schein ist eine Illusion.«
Marie Bruschek, litlog.de 31.1.2024

Atemberaubende musikalische Show mit Tiefgang »Mit einem hochkarätigen Ensemble sowie beeindruckenden Tanzchoreografien und Musicalnummern erweckt Ramser Francis Scott Fitzgeralds Roman zum Leben ... Das Live-Orchester im Orchestergraben und die aufregenden Tanzchoreografien von Valentí Rocamora i Torà bringen den Glamour und Zauber der 1920er-Jahre richtig gut zur Geltung ... Hier bleiben viele Münder vor Staunen weit offen! … Mitreißende Musik- und Tanzeinlagen, eine großartige Besetzung mit glaubwürdigen Schauspielern und eine stimmige tiefgründige Dramaturgie machen ›Der große Gatsby‹ im Deutschen Theater Göttingen zu einem einzigartigen Theatererlebnis. An jeder Facette merkt man die Liebe zum Detail. Regisseurin Katharina Ramser hat die Motive des Romans zusammen mit dem gesamten Team sehr kreativ auf die Bühne transportiert. Zweifellos eine atemberaubende musikalische Show mit Tiefgang.«
Keanu Demuth, Kulturbüro 29.1.2024

»Musicalfans sollten sich diese Produktion nicht entgehen lassen, zumal eine Prise Baz Luhrmann der tragischen Romanvorlage auch in dieser Bühnenfassung einen sehenswerten Extra-Kick gibt, der einen unterhaltsamen Schauspielabend garantiert. Publikum und Presse sind zu Recht begeistert vom Göttinger ›Gatsby‹ und bescheren dem Deutschen Theater mit seinen rund 500 Plätzen ausverkaufte Vorstellungen.«
Stephan Drewianka, blickpunkt musical 02/2024

Vom goldenen Schein und jazzigen Sein »Der charmante Moritz Schulze führt als Nick Carraway durch den Abend. Er nimmt als Ich-Erzähler das Publikum wunderbar an die Hand und singt sich in die Herzen ... Daniel Mühe ist ein zurückhaltender Gatsby: jung und reizend, zerbrechlich und lebenshungrig, zutiefst verliebt und aufrichtig. Gaia Vogels Daisy ist äußerst liebenswert dargestellt und man ahnt sofort, warum sie Gatsby wieder zur Partnerin will. Christoph Türkay, Nathalie Thiede, Tara Helena Weiß, Roman Majewski, Katharina Pittelkow und Volker Muthmann bilden das restliche Ensemble, deren Leistung in jeder Szene überzeugt.«
Marcus Leitschuh, Musical Today 27.3.2024

Ein extravaganter Genuss »Das Deutsche Theater Göttingen zeigt mit ›Der große Gatsby‹, dass es ganz Großartiges zaubern kann ... besonders ist hier die Raffinesse der musikalischen Umsetzung auf die Theaterbühne. Die Inszenierung der Regisseurin Katharina Ramser ist geprägt von einer beeindruckenden Opulenz, die sicher getragen wird von der nicht weniger eindrucksvollen Liste aller Beteiligten, von der musikalischen Leitung über das Vocalcoaching, bis zur Kostümhospitanz reichend, die zum Werden des Stückes beigetragen haben. Schwärmen darf man bei dem Ergebnis dieser aufwändigen Produktion dabei nicht nur von den Tänzer*innen, die den gesamten Abend eine burleske Atmosphäre schenken, sondern auch von der schauspielerischen Leistung des Ensembles und der starken Gesangsqualitäten jedes Einzelnen, ob im Solo oder im Duett ... Am Ende mag man nur jedem zurufen: ›Musst Du gesehen haben!‹«
Ingrid Rosine Floerke, Scharfer Blick/Kritiker*innenclub 29.1.2024

Der große Gatsby - Eine Vaudeville-Show nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald »Die Bühne des deutschen Theaters verwandelt sich unter der Regie von Katharina Ramser in eine mitreißende Vaudeville-Show, wie es passender und schillernder nicht sein könnte ... Besonders in der ersten Hälfte des Stückes wird ›Glanz und Glamour‹ der reichen Oberschicht mit beeindruckenden Choreografien (Leitung Valentí Rocamora i Torà) und durch, vom Orchester begleitete, Gesangseinla-gen (Leitung Michael Frei) hervorgehoben. Die mitreißenden Swing-Songs, die so charakteristisch für den Big-Band-Sound sind, füllen das Theater bis unter das Dach mit einer einzigartigen Atmosphäre ... Die Darstellenden und ihre Interpretation der Charaktere verleihen der Inszenierung eine faszinieren-de Bandbreite von der schnellen Leichtlebigkeit bis zum tiefgreifenden Drama. Ihre Präsenz auf der Bühne ist von einer außergewöhnlichen Intensität geprägt, die das Publikum merklich in den Bann zieht und beim Schlussapplaus alle Besucher*innen aus den Sitzen zieht … Eine klare Empfehlung für alle, die in die schillernde Welt der 1920er-Jahre eintauchen und eine fesselnde Aufführung genießen möchten.«
Greta Siuts, Scharfer Blick/Kritiker*innenclub 30.1.2024

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